Ski-WM: Tourismusschub für Steiermark
Etwa 400 Millionen Euro werden rund um die WM 2013 in der Region um Schladming investiert, 290 Millionen steuerten der Bund und das Land Steiermark dazu bei. Jetzt - ein Jahr vor der WM - sind die wichtigsten Bauwerke bereits fertig.
Enormer Werbewert
Für ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel ist klar, dass dieses Geld gut angelegt ist: „Der Werbewert für Garmisch nur von der Weltmeisterschaft ist 280 Millionen Euro für zehn Tage. Das sind schon große Zahlen, die eine solche Weltmeisterschaft bringt und ein Schritt nach vorne für die gesamte Region.“

Beim Steiermark Tourismus hofft man auf einen ähnlich hohen Werbewert und will in Zukunft verstärkt ausländische Gäste ins Land bringen - derzeit sind 60 Prozent der Steiermark-Urlauber Österreicher.
Mehr ausländische Gäste anlocken
In den nächsten drei Jahren soll sich der Anteil der ausländischen Gäste um sechs Prozent erhöhen, sagt Steiermark Tourismus-Chef Georg Bliem: „Das Wachstum im Sommertourismus 2011 in der Steiermark war ausschließlich nur mehr auf den internationalen Märkten, national haben wir eine Obergrenze erreicht, da müssen wir realistisch sein. Das heißt, wenn der Tourismus in der Steiermark und in der Region weiter wachsen will und muss, dann muss das international passieren.“
Die Österreich Werbung will deshalb mit einem Marketingvolumen von 14 Millionen Euro für das kommende Jahr vor allen in Deutschland, den Benelux-Ländern sowie Zentral- und Osteuropa präsent sein, schildert Geschäftsführerin Petra Stolba ihre Pläne.
Ein bisschen Hollywood in Schladming
Internationale Gäste will auch der Österreichische Skiverband als WM-Veranstalter nach Schladming bringen, erklärt Schröcksnadel: „Die Idee ist, für die WM Prominente nach Schladming zu holen, die ein neues Flair zusätzlich schaffen - vielleicht ein bisschen Hollywood. Das dürfte gar nicht so schwierig sein. Wenn der Herr Schwarzenegger da ist, ist auch schon Hollywood da und vielleicht bringt er noch den einen oder anderen Gast mit. damit kann man sicherstellen, dass die Weltpresse da ist.“
Schröcksnadel denkt auch an Mitglieder aus europäischen Königshäusern. Als Türöffner soll dabei Hubertus von Hohenlohe agieren. Neben internationalen Stargästen erwartet man für die WM aber vor allem auch Skifans aus Österreich, beim ÖSV rechnet man während der WM mit rund 400.000 Besuchern.
WM-Effekt mit Verzögerung
Angst, dass man während der WM vom 4. bis 17. Februar 2013 - also in der Winter-Hochsaison - in Schladming und Umgebung kein Bett mehr bekommt, braucht man nicht zu haben. Während der WM bleiben nämlich oft Betten leer, weiß Schröcksnadel: „Der Effekt der WM ist nie während der WM, sondern immer in der Folge. Sehr häufig ist man bei solchen Events enttäuscht, das ist uns überall passiert. Aber die Folgewirkung einer solchen WM ist dann enorm groß.“
Während der Ski-WM seien zudem 85 Prozent der Pistenfläche frei verfügbar, ergänzt Bliem: "Wahrscheinlich hat man noch mehr freie Pistenfläche zur Verfügung, weil ein teil der Betten ja belegt ist durch die Organisatoren. Eigentlich ist das ein traumhafter Skiurlaub, man kann es wirklich genießen und zwischendurch die Rennen besuchen. Einen besseren Urlaub kann man sich eigentlich gar nicht wünschen.“
In mehr als 150 Beherbergungsbetrieben rund um Schladming wurde zuletzt in die Qualität investiert - gute Qualität zu leistbaren Preisen soll es auch nach der WM geben, verspricht Bliem.
Sowohl sportlich als auch organisatorisch können die Schladminger mit der 16. Ausgabe des Nightrace am 24. Jänner 2012 zufrieden sein. Dennoch spielt Organisationschef Hans Grogl mit Abschiedsgedanken. Auslöser dürften interne Streitigkeiten sein - mehr dazu in Nightrace-Chef Grogl denkt an Abschied.

