Bergrennfahrer Hans-Peter Laber verunglückt

Der steirische Motorsport trauert um Hans-Peter Laber. Der bekannte Bergrallye-Pilot und Juwelier aus Gleinstätten ist am Sonntag im Rahmen der österreichischen Bergrallye-Meisterschaft in Verzegnis bei Udine in Italien tödlich verunglückt.

Der Steirer Hans-Peter Laber war gelernter Goldschmied, sein Herz gehörte aber dem Bergrennsport, bei dem er nun sein Leben lassen musste.

Hans Peter Laber
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Der Bart war Labers Markenzeichen

„Er ist plötzlich rechts abgebogen“

Der Unfall passierte Sonntagnachmittag nach einem Bergrennen im italienischen Verzegnis. Bei der Rückfahrt ins Tal, die regelmäßig bei geringem Tempo erfolgt, krachte Hans-Peter Laber gegen die Leitplanken.

Wie das geschehen konnte, weiß niemand. Auch nicht Josef Kötz, Mitglied der Obersten Nationalen Sportkommission für den Motorsport und einer der besten Freunde von Hans-Peter Laber: „Es hat keiner mitverfolgen können, es gibt keine Videoaufzeichnugn, man weiß nur, er ist plötzlich rechts abgebogen.“

Sicherheit groß geschrieben

Laber sei laut Kötz aber ein Profimotorsportler gewesen, der genau weiß, wann er sein Auto, wie zu bewegen hat. Noch dazu werde die Sicherheit auch bei der Rückfahrt groß geschrieben: „Auch bei der Rückfahrt ist der Gurt Pflicht und es war ein Sicherheitsfahrzeug vor und hinter dem Konvoi: Das heißt, da gibt es kein Überholen, kein Drängeln, kein Rasen.“

Dennoch: Laber starb noch an der Unfallstelle an den Folgen des Aufpralls. Der 53-Jährige hinterlässt seine Ehefrau Ulli und seine schon erwachsenen Zwillingstöchter Lisa und Vera.

Hans Peter Laber
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Beim Rechbergrennen 2010 holte sich Laber den Sieg in der Tourenwagen-Klasse

Seit 30 Jahren im Motorsport aktiv

Mit Hanspeter Laber verliert die Bergrallyeszene eine schillernde Figur. Laber war bereits 1983 im Alter von 23 Jahren in den Motorsport eingestiegen und dort nicht nur bekannt und beliebt, sondern auch durchaus erfolgreich. So konnte sich Laber in 30 Jahren zahlreiche Bergrallye-Siege sichern und war auch mehrfacher Bergrallyecup-Gesamtsieger.

Die gesamte Bergrallyeszene ist geschockt und trauert, Änderungen im Rennkalender werde es laut Kötz aber nicht geben: „Wir werden natürlich die nächsten Rennen, wie sie im Kalender vorgesehen sind, durchführen. Jedoch unter großer Trauer. Ich glaube Hans-Peter Laber war ein so großer Motorsportler, dass er es nicht möchte, das irgendein Rennen jetzt nicht stattfinden sollte.“

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