Grüner See ist der „schönste Platz“

Der „Schatz“ ist gehoben: Am Samstagabend haben die Zuseher des TV-Livefinales von „9 Plätze - 9 Schätze“ den Grünen See in der Obersteiermark zum schönsten Fleck Österreichs gekürt.

Eingebettet in einem Talschluss des Hochschwab-Massives - unweit des kleinen verträumten Ortes Tragöß liegt der Grüne See. 400 Meter lang und 200 Meter breit kann er werden, durch reines Schmelzwasser gefüllt ist er sehr kalt - und vergänglich. Er ist ein landschaftliches Kleinod, das seinen Namen seiner einmaligen Farbe verdankt. Die Tiefe des Grünen Sees hängt sehr stark von der Jahreszeit ab - kurz vor dem Sommer ist der See am schönsten.

Grüner See
ORF
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Reines Schmelzwasser

Der Grüne See ist ein reiner Schmelzwassersee: Wenn der Schnee auf den Almen ringsum zu schmelzen beginnt, dann begibt sich das Wasser auf eine lange Reise. Bis zu zwei Monate ist es durch das Gestein der angrenzenden Berge unterwegs, bis es schließlich aus unterirdischen Quellen zutage tritt - und dieses einmalige Naturjuwel speist. „Wenn die Schneeschmelze richtig einsetzt, hat der See im Mai und Juni seinen Höchststand. Er kann bis zu elf Meter erreichen“, so Helmut Wieser.

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Wasserspiegelung und Tiefe

Der Grüne See wird gesäumt von Wäldern, ist umringt von schroffen Felsen - eine einmalige Kulisse, die sich bei Windstille in der Unendlichkeit des Gewässers widerspiegelt: „Die Farbe kommt vom Gestein am Boden, von den Mineralstoffen im Wasser, vom Wald rundherum und von der Wasserspiegelung. Je tiefer er ist, desto dunkler ist er“, so Carina Tiefenbacher vom Tourismusverband Tragöß.

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Hoffen auf den „Ertrag“ des Winters

Der grüne See in Tragöß ist aber eine vergängliche Schönheit: Wie er gekommen ist, so verschwindet er auch wieder. Millionen Liter Wasser versickern über den Sommer durch den Schotterboden. Was im ausklingenden Herbst zurückbleibt, ist die Erinnerung an ein einmaliges Naturjuwel und die Hoffnung auf einen schneereichen Winter, damit der Grüne See von Tragöß im darauffolgenden Jahr wieder seine ganze Schönheit entfalten kann.

„9 Plätze - 9 Schätze“

Insgesamt waren 27 Plätze - drei pro Bundesland - in die Vorausscheidung gegangen. Die Vorschläge reichten von der Hölle am Neusiedler See im Burgenland über die Wiener Straßenbahnlinie 5 bis zum Rhein-Delta in Vorarlberg. Nach der Vorstellung in „Bundesland heute“, den ORF-Regionalradios und in bundesland.ORF.at Anfang Oktober wurde telefonisch über die neun Bundesländerfinalisten abgestimmt - mehr dazu in Vom Kellerviertel bis zum Attersee (news.ORF.at).

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