Arnold Schwarzenegger erhält Josef-Krainer-Preis

Am Freitag hat Arnold Schwarzenegger in der Aula der Alten Universität den Internationalen Josef-Krainer-Preis in Empfang genommen. Der weltberühmte Steirer ist erst die zehnte Persönlichkeit, die diese hohe Auszeichnung erhielt.

„Danke für den Preis, er ist sehr wertvoll für mich“, freute sich Arnold Schwarzenegger über die ihm von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer verliehene Auszeichnung. Diese solle, so Schützenhöfer, ausdrücken, „wie sehr wir dir dankbar sind für deine Verbundenheit zur Heimat“.

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Heimatstolz und Josef Krainer:

Was Graz für ihn bedeutet und welchen Preis er in seiner Trophäensammlung besonders schätzt, verriet Arnold Schwarzenegger unter Beifall in seiner Rede

Der Internationale Josef-Krainer-Preis hebe die großen Verdienste um die Steiermark und das Wirken rund um den Globus hervor. „Was dich auszeichnet: Du hast deine Wurzeln nicht vergessen, kommst aus kleinen Verhältnissen“, fuhr Schützenhöfer in seiner Rede für Schwarzenegger fort.

Engagement für Special Olympics

Außerdem sei es kein Zufall, dass er die Auszeichnung kurz vor der Schlusszeremonie der Special Olympics Winterspiele bekomme - denn ohne den im Vorjahr verstorbenen Hermann Kröll und Schwarzenegger hätte es weder 1993 noch 2017 die Spiele in Österreich gegeben, meinte Schützenhöfer.

Hermann Schützenhöfer, Arnold Schwarzenegger, Christina Schwarzenegger-Shriver, Gerald Schöpfer und Ferdinand Krainer (v.l.) bei der Preisverleihung
Erwin Scheriau
Hermann Schützenhöfer, Arnold Schwarzenegger, Christina Schwarzenegger-Shriver, Gerald Schöpfer und Ferdinand Krainer (v.l.) bei der Preisverleihung

In seiner eigenen Rede antwortete Schwarzenegger, dass Josef Krainer jun. ihn zu seinem frühen Engagement bei den Special Olympics inspiriert habe - ebenso wie sein Schwiegervater Sargent Shriver: „Arm oder reich, Republikaner oder Demokrat, ich habe sie alle repräsentiert.“ Dabei sei es ihm nicht darum gegangen, „der Partei, sondern der Öffentlichkeit und der Gesellschaft zu dienen“.

Arnold Schwarzenegger
Erwin Scheriau

Der Internationale Josef-Krainer-Preis wird nicht jedes Jahr vergeben, weshalb es seit 1995 erst neun Preisträger gab - unter anderem Klaus Maria Brandauer, Philipp Harnoncourt oder auch Gerd Bacher. Schwarzenegger war erst die zehnte Persönlichkeit, die die Auszeichnung erhielt.

Schöpfer ehrte „die Steirische Eiche“

Gerald Schöpfer, Obmann des Steirischen Gedenkwerks, das die Preise vergibt, meinte frei nach einem Gedicht: „Die Steiermark ist ein Land der starken Tannen und Leute, aber auch der Eichen. Heute ehren wir die Steirische Eiche, einen gewaltigen Baum mit internationaler Krone, aber Wurzeln in der Steiermark.“ Dabei hob Schöpfer auch die weniger bekannten Seiten des Hollywood-Schauspielers und ehemaligen Gouverneurs von Kalifornien hervor: Kunstsammler, Schachspieler und Professor.

Nachdem der „Terminator“ gemeinsam mit seiner Tochter Christina die Urkunde überreicht bekommen hatte, dankte er in seiner Rede vor allem der Familie Krainer und dem Ende 2016 verstorbenen früheren LH Josef Krainer Junior.

Arnold Schwarzenegger bei der Preisverleihung
Erwin Scheriau
Arnold Schwarzenegger bei seiner Rede in der Aula der Alten Universität

Sowohl Vater als auch Sohn seien „Leader“ gewesen, die nicht die ausgetretenen Wege gegangen seien. Josef Krainer senior sei „zurecht eine Legende“ - und der Apfel falle nicht weit vom Stamm. Der „Joschi“ sei „ein Mann des Volkes“ gewesen.

„Ich verspreche euch: I’ll be back“

Schwarzenegger schloss mit den Worten: „Die Auszeichnung stellt für mich das dar, worauf es im Leben ankommt: Nicht Geld oder was für einen dabei rausschaut, es zählt geben statt nehmen und wir statt ich. Ich verspreche euch: I’ll be back.“

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