Startschuss für Job-„Aktion 20.000“ gefallen

Um die Situation am Arbeitsmarkt weiter zu verbessern, ist am Montag die „Aktion 20.000“ gestartet worden. Allein in der Steiermark sollen bis 2019 rund 2.500 neue Jobs - vor allem für ältere Langzeitarbeitslose - geschaffen werden.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Steiermark geht zurück: Insgesamt beträgt der Rückgang im Juni in der Steiermark 9,8 Prozent, die Quote von 6,3 Prozent liegt damit deutlich unter dem Österreichschnitt. In der Steiermark profitierten besonders die Bereiche Produktion, Bau und Handel - mehr dazu 374.973 Personen auf Jobsuche, in Arbeitsmarkt: Tirol mit stärkstem Plus (beide news.ORF.at) und in Deutlich weniger Arbeitslose im Juni.

Geld für ältere Langzeitarbeitslose

Arbeitslose Menschen über 50 und Langzeitarbeitslose sind dennoch zwei Problemgruppen am Arbeitsmarkt, für die es bislang in Österreich noch keine Lösung gibt, so Minister Jörg Leichtfried (SPÖ) am Montag.

Mit der „Aktion 20.000“ sollen in den beiden Modellregionen Deutschlandsberg und Voitsberg bis 2019 220 neue Jobs für langzeitarbeitslose Menschen über 50 geschaffen werden, sagt Leichtfried: „Hier gibt es Geld vom Bund, das dafür verwendet werden kann, dass über 50-Jährige wieder in Jobs kommen - insbesondere bei öffentlichen Trägern, also bei Sozialeinrichtungen, bei Gemeinden, aber auch in Schulen und ähnlichen Einrichtungen.“ Allein im Bezirk Voitsberg gibt es laut Leichtfried an die 500 langzeitarbeitslose Menschen über 50.

Kampus: „Jobs entlasten das Sozialsystem“

Da die „Aktion 20.000“ vom Sozialministerium finanziert wird, belastet sie nicht das Landesbudget, sagt Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ): „Im Gegenteil, es wird auch deutlich entlastet, weil ich sage immer: Jede Maßnahme, die Menschen in Arbeit bringt, entlastet das Sozialbudget - wenn ich es rein budgetär sehen möchte. Wenn ich es aber menschlich sehen möchte - und das ist mein Zugang - heißt es, dass viele Steirer wieder einen Job haben, und das ist das Beste, um das Sozialsystem zu entlasten.“

Ab 2018 soll das Projekt auf die gesamte Steiermark ausgeweitet werden. Bei den Beschäftigungsmöglichkeiten soll es keine Einschränkungen geben - so können sie beispielweise auch in der Behindertenbetreuung eingesetzt werden.

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