Doppelmord von Stiwoll: Suche weiter erfolglos

Es ist wohl einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle Österreichs - die Suche nach dem mutmaßlichen Doppelmörder von Stiwoll. Auch nach einem Monat und rund 200 Hinweisen, denen nachgegangen wurde, fehlt jede Spur.

Der Doppelmord von Stiwoll

Es ist der 29. Oktober, kurz nach 9.00 Uhr früh. Drei Nachbarn treffen sich mit den Töchtern des mutmaßlichen Täters auf dessen Grundstück. Plötzlich fallen Schüsse aus der Dachbodenluke. Eine 55-jährige Nachbarin wird von drei Projektilen getroffen - sie ist sofort tot. Ein 64 Jahre alter Nachbar wird durch zwei Schüsse getötet, eine 68-jährige Frau schwer verletzt - mehr dazu in Blutbad in Stiwoll (29.10.2017).

Nicht mehr in Umgebung vermutet

Seit damals fehlt vom Todesschützen jede Spur. Einen Tag später wird der Kleinbus des Verdächtigen in einem Waldstück wenige Kilometer vom Tatort sichergestellt. Hunderte Beamte durchkämmen tagelang das Gebiet, gepanzerte Fahrzeuge, Hubschrauber und Suchhunde sind im Einsatz - mehr dazu in Suchhunde im Einsatz (20.11.2017). Die Soko Friedrich wird gegründet - mit dem Ziel, den 66-Jährigen ausfindig zu machen. Der Erfolg blieb bis jetzt allerdings aus.

Einen Monat nach der Tat würden die Kriminalisten den Gesuchten eher nicht mehr in der näheren Umgebung vermuten, so Polizeisprecher Jürgen Haas: „Wir können nichts ausschließen, aber man muss feststellen, dass es immer wahrscheinlicher wird - oder dass die Wahrscheinlichkeit von Tag zu Tag steigt - dass er sich nicht mehr dort im Wald aufhält.“

Knapp 200 Hinweise im Sand verlaufen

Die Sonderkommission konzentriere sich laut Haas weiterhin auf gezielte Ermittlungen: „Die Soko geht Hinweisen, die aus der Bevölkerung einlangen, nach, beleuchtet auch das Umfeld des Tatverdächtigen bzw. werden hier auch Einbrüche, die im weiteren Umfeld bezirksübergreifend geschehen, von der Soko näher auf Zusammenhänge mit dem Tatverdächtigen untersucht.“

Die Polizei hoffe, dass DNA-Spuren zum Täter führen, so Haas. Knapp 200 Hinweisen ist die Polizei bis jetzt nachgegangen, darunter waren auch einige aus dem Ausland - doch auch diese Ermittlungen waren bisher im Sand verlaufen.

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