UKH Graz + UKH Kalwang = UKH Steiermark

Die beiden Unfallkrankenhäuser Graz und Kalwang werden organisatorisch zusammengelegt - dadurch entsteht das größte Traumazentrum des Landes. Die AUVA präsentierte am Donnerstag die Pläne für das neue „UKH Steiermark“.

Bisher waren das UKH Graz und das UKH Kalwang eigene Krankenanstalten, so AUVA-Obmann Anton Ofner: „Das hatte gewisse Nachteile in der Ressourcen-Nutzung. Durch die organisatorische Konsolidierung in eine Krankenanstalt können wir unsere Leistung für den Patienten verbessern.“

UKH Graz
ORF.at/Christian Öser
Das UKH Graz

Künftig werden beide Häuser eine gemeinsame Führung mit jeweiligen Abteilungsleitern oder Ansprechpersonen vor Ort haben. Personal würde künftig auf beide Häuser verteilt - beispielsweise sei es nach der Fusion leichter möglich, dass ein Spezialist, wenn nötig, an beiden UKH-Standorten operiert.

Vorteile für die Patienten

Für die Patienten bringe das Vorteile, so Ofner, „oder, wenn wir in Graz ein zu hohes Patientenaufkommen haben, eine Spitze zu einer bestimmten Zeit, dann können wir das durch den zweiten Standort besser abbauen. Wo es eine Wartezeit gibt, können wir dadurch flexibler reagieren und diese Wartezeiten verändern“.

Vorteile für die Ärzte

Rund 70.000 Patienten werden jedes Jahr in den beiden steirischen Unfallkrankenhäusern behandelt. Während das Land Steiermark derzeit eher den Weg geht, kleine Spitäler zu schließen, wird am Standort Kalwang nicht gerüttelt.

„Wir wollen als AUVA flächendeckender Traumaversorger bleiben, und dem alleine schon würde widersprechen, dass wir die Standorte reduzieren. Es gibt für Unfallchirurgen zwei Dinge zu tun: Einerseits müssen sie lernen, andererseits müssen sie auch üben. Das ist manches Mal ein Problem der ganz kleinen Häuser, weil Operationen selten durchgeführt werden und die Mediziner aus der Übung kommen - dem wollen wir auch entgegenwirken, in dem wir sie rotieren lassen“, sagt Hannes Weißenbacher, Direktor der AUVA-Landesstelle Graz.

Offizieller Start: Zweites Quartal 2018

Insgesamt wird das UKH Steiermark über 211 Betten verfügen und 660 Fachkräfte beschäftigen. Die gemeinsame Führung wird Anfang 2018 bestellt, der offizielle Start für das UKH Steiermark erfolgt dann im zweiten Quartal des kommenden Jahres.

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