Graz auch 2017 Feinstaubhochburg Österreichs

Auch im Jahr 2017 hat Graz wieder den unrühmlichen Titel „Feinstaubhochburg Österreichs“ errungen. Aber nicht nur in Graz, auch in einigen anderen steirischen Gemeinden sind die Grenzwerte laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) deutlich überschritten worden.

Die Grazer Bevölkerung war heuer nicht nur der stärksten Feinstaubbelastung Österreichs ausgesetzt, sondern auch einer deutlich höheren als 2016. So wurden an der Station Graz Don Bosco 49 Tage mit zu hoher Belastung registriert - zehn Tage mehr als im Jahr 2016 und fast doppelt so viele wie in Österreich erlaubt. Der Jahresgrenzwert liegt nämlich bei 25 Tagen.

Graz Feinstaub Verkehr
ORF
Der Verkehr in Graz zählt zu den Hauptursachen für die erhöhten Feinstaubwerte

Verkehr als eine Hauptursache

Aber auch die Stationen Graz Süd mit 44 Tagen oder Graz Mitte mit 35 Tagen weisen deutlich zu hohe Belastungen auf. Deutlich über dem österreichischen Grenzwert liegt auch Leibnitz mit 30 Tagen. Köflach brachte es 2017 auf 24 Tage, an denen der Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft überschritten wird.

Hauptverursacher von Feinstaub sind Industrie, Heizen und der Verkehr. So verschmutzt der Kfz-Verkehr durch seine Abgase, durch Reifen- und Bremsabrieb sowie durch Aufwirbelung die Luft, heißt es vom VCÖ, der darauf hinweist, dass der Ultrafeinstaub gesundheitlich am schädlichsten ist. Der VCÖ fordert daher, dass in Ballungsräumen der Autoverkehr reduziert wird - etwa durch mehr Bahn- und Busverbindungen.

VCÖ nimmt Private in die Pflicht

Kurzzeitig lassen übrigens auch Feuerwerke die Feinstaubwerte in die Höhe schnellen. So hat das deutsche Umweltbundesamt festgestellt, dass die durch Raketen und Feuerwerke verursachte Feinstaubmenge zum Jahreswechsel etwa ein Sechstel der vom Kfz-Verkehr jährlich verursachten Feinstaubmenge ausmacht. Dass Graz keine Feuerwerke veranstaltet, wertet der VCÖ positiv - auch Privatpersonen sollten keine oder weniger Feuerwerkskörper zünden.

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