Mutter half Sohn bei Marihuana-Produktion

Im Garten und Keller des Wohnhauses seiner Mutter im Bezirk Leibnitz hat ein 36 Jahre alter Mann seit 2014 Marihuana erzeugt und danach verkauft. Auch die Mutter selbst half ihrem Sohn bei der Aufzucht und Ernte der Hanfpflanzen.

Mehrere Monate ermittelten Beamte der Suchtmittelgruppe Leibnitz. Der 36-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung dürfte wegen hoher Kreditschulden auf die Idee gekommen sein, mit dem Verkauf von Marihuana seine Geldprobleme zu lösen.

Marihuana im Garten der Mutter

Angebaut hat er die Hanfpflanzen im Garten seiner 57 Jahre alten Mutter – neben Lauch und Salat. Die Mutter stellte nicht nur ihren Garten, sondern auch ein adaptiertes Zimmer in ihrem Wohnhaus zur Verfügung. Sie unterstützte ihren Sohn laut Polizei auch bei der Aufzucht sowie der Ernte. Die Marihuana-Produktion dürfte über mehrere Jahre betrieben worden sein. Zumindest von 2014 bis Herbst des Vorjahres konnte den beiden nachgewiesen werden, mehr als elf Kilogramm Marihuana erzeugt zu haben. Der Straßenverkaufswert beträgt laut Polizei etwa 100.000 Euro. Rund 2,7 Kilogramm wurden dann auch verkauft.

Marihuana
Polizei Steiermark
Hanfpflanzen im Garten der Mutter

Drogen wurden in Graz verkauft

Über zwei Subdealer des Hauptverdächtigen wurden die Drogen an Kunden in Graz verkauft. Mutter, Sohn und die zwei Subdealer wurden angezeigt. Bei einer Hausdurchsuchung wurden sieben Kilogramm Marihuana sichergestellt. Die vier Verdächtigen wurden wegen Marihuana-Handels bei der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt. Auch 20 Abnehmer konnten ausgeforscht und angezeigt werden.

Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass der Polizei ein Schlag gegen die Grazer Drogenszene gelungen ist. 18 Drogendealer sind in Haft. In Koffern und Rucksäcken brachten sie Marihuana von Italien nach Österreich – mit einem Straßenverkaufswert von rund 850.000 Euro - mehr dazu in Schlag gegen Drogenszene: 18 Dealer in Haft.

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