Landesregierung will Frauen in Regionen stärken

Frauen sollen gestärkt, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Regionen verbessert werden - dafür stellt das Programm „Frauen.Leben.Regionen“ der Landesregierung aktuell eine Mio. Euro für verschiedene Projekte zur Verfügung.

Zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag machten am Dienstag Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer (SPÖ) und Frauenlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) auf die Situation von Frauen in den steirischen Regionen aufmerksam: Damit diese nicht zur Abwanderung gezwungen seien, müssten sie bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfinden und Familie und Beruf besser vereinbaren können.

Antragsfrist bis 2. Mai

Für Projekte, die zu diesen Zielen beitragen, stellt das Regionalressort nun eine Million Euro zur Verfügung. Anträge können bis zum 2. Mai eingereicht werden. Für Großprojekte gibt es maximal 150.000 Euro, für kleine maximal 2.500 Euro. Gefördert würden etwa Initiativen, die Mädchen dazu motivieren, auch solche Berufe zu übernehmen, die im Ort bisher von Männern dominiert waren - etwa in Tischlereien, Backstuben oder Fleischereibetrieben.

Anker Bäckerei Brot
APA/Herbert Neubauer
Frauen sollen für Arbeit in der Region motiviert werden - etwa in Bäckereien

Denn wenn sie Arbeit hätten, würden Frauen eher in der Region bleiben. Gefördert würden laut Schickhofer auch Projekte, die mehr politische Mitbestimmung von Frauen zum Ziel haben: „In Amerika gibt es zum Beispiel ‚Emily’s List‘, wo es darum geht, Frauen in allen Gemeinden und Regionen zu mobilisieren, aktiv mitzugestalten, auch Mandate zu übernehmen. Diese Frauen werden dann von anderen Frauen unterstützt, begleitet und gecoacht. Das ist etwas, was ich mir überparteilich auch für die Steiermark sehr stark wünschen würde.“

Vom Beruf bis zum Verkehrsnetzwerk

Lackner will Perspektiven schaffen, durch die Frauen nicht abwandern müssen, sondern in ihrer Region bleiben können: „Die Perspektiven hängen natürlich davon ab, wie weit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gegeben ist: wie hoch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist, wie die Betreuungseinrichtungen aufgestellt sind, aber auch - und das ist eine übergeordnete Tatsache - ob Frauen in der Region gehört und gesehen werden.“

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