Justizwache fordert mehr Personal

Seit Monaten klagen Justizwachebeamte immer wieder über untragbare Arbeitsbedingungen in den Haftanstalten Graz-Jakomini oder Karlau - bislang ohne Eregebnis. Nun fordern sie erneut mehr Personal sowie autoritäre Maßnahmen.

Zu wenig Personal, zu viele Überstunden und dazu zunehmend aggressive Häftlinge, die Kollegen regelmäßig bedrohen und oft auch bei Übergriffen verletzen würden: So beschreibt Justizwachegewerkschafter Rudolf Wendlandt den Arbeitsalltag.

Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen

Er fordert deshalb nicht nur mehr Personal, sondern auch mehr Unterstützung im Umgang mit aggressiven Häftlingen, deren Anzahl immer größer würde, zum Beispiel durch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen bei Begleitungen, „um eben diese Übergriffe oder Verletzungen zu verhindern, ist es zu wenig, dass man mit fünf Mann Mannschaftsstärke das macht. Wenn ein derart renitenter Insasse mit Fuß- und Handfesseln vorgeführt wird, dann kann es eben nicht zu so schwerwiegenden Verletzungen kommen“.

Spezielle - abgelegene - Hafträume

Die Gewerkschaft meint weiters, dass der derzeitige sogenannte „humane“ Strafvollzug für manche Häftlinge aus dem Ausland nicht passen würde, da diese sich nicht an Regeln halten würden und dadurch Beamte gefährdet seien. Um auch dann, wenn jemand randaliert, Ruhe bewahren zu können, sollten spezielle abgelegene Hafträume für aggressive Häftlinge aktiviert werden und diese nicht wie jetzt in den Abteilungen bleiben: „Es ist so, dass der Lärm für die Bediensteten eine irrsinnige Belastung darstellt, und auch für die Insassen, die in diesen Bereichen angehalten werden, die sich normal verhalten, aber die durch dieses Lärmen, das Treten gegen die Türe, gegen die Wände auch gereizt werden“, so Wendlandt.

Auf Grund der genannten Kritikpunkte fordert die Gewerkschaft auch, dass die Justizwachebeamten künftig unter die Schwerarbeiterregelung fallen sollen.

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