Gänsehaut garantiert

Auch wenn die Polizei über Personalmangel klagt, die Anzahl der Kommissare in Graz wird immer größer - Krimiautoren haben Graz als Schauplatz entdeckt. Einer dieser Regionalkrimis trägt den Titel „Gezeichnet“ und stammt vom Grazer Reinhard Kleindl.

"Gezeichnet"
Haymon Verlag

Buchtipp:

„Gezeichnet“ von Reinhard Kleindl (ISBN 978-3-85218-957-4) ist im Haymon-Verlag erschienen und kostet 12,95 Euro

Der 34-Jährige Reinhard Kleindl sorgte zuletzt für Aufsehen, als er Anfang November in rund 100 Metern Höhe auf einer 91 Meter langen Slackline im Süden Afrikas die Victoria-Fälle überquerte - mehr dazu in Victoria-Fälle auf Slackline überquert (10.11.2014).

„Warum nicht Graz?“

Zu Beginn seines Debütromans konfrontiert er seinen Chefinspektor Franz Baumgartner mit einem Mord an der Grazer Uni - und das Grazer Universitätsleben kennt Reinhard Kleindl aus eigener Erfahrung: Er studierte theoretische Physik und blieb auch danach als Wissenschaftsjournalist mit der Forschung in Kontakt. Auf die Frage, warum der Schauplatz seines ersten Krimis ausgerechnet seine Heimatstadt Graz ist, antwortet Kreindl „Warum nicht?“.

Der etwas skurrile, weil altmodische Baumgartner - er rechnet noch in Schilling - muss in der Folge dann Mordfälle klären, die mit rätselhaften Botschaften verbunden sind, kein klares Bild ergeben und auf dunkle Mächte im Hintergrund verweisen.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 7.12.2014

Auf den Spuren von Edgar Allen Poe

Warum er für sein erstes Buch das Thrillergenre wählte, erklärt er so: „Am Thrillergenre interessieren mich diese Abgründe, die Atmosphäre von etwas wirklich Schlimmen, vom Bösen, das passiert, wo der Alltag der Menschen irgendwie Risse bekommt und plötzlich kommt da etwas durch, was von tief heraus kommt und was uns bedroht. Für mich geht es sogar in die Richtung Fantastikgenre - ich hab’ früher als Jugendlicher viel Edgar Allen Po gelesen, und da ist ja beides drin: Da hat man die Fantastikelemente, und auch die ersten Krimis, und das fasziniert mich nach wie vor - wenn man einen Thriller wirklich gut macht, dann wird es so unheimlich, dass einem die Gänsehaut aufsteigt.“

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