Die Bienen kommen zurück ins Tal

Der Grazer Daniel Lenz erzählt in „Lian und die Bienen“ von einem Mädchen, das die Bienen zurück in ihr Tal holt. In China nämlich haben mittlerweile Menschen die Arbeit der Tiere übernommen. Mit einem Wattebausch werden die Blüten betupft.

Buchcover
bod/Lenz
„Lian und die Bienen“ ist im Buchhandel über ISBN 978 -3-8448-5881-5 zu bestellen

Die 10 Jahre alte Lian lebt mit ihrer Mutter und ihren Großeltern in einem Dorf im sogenannten Tal der Birnen. Seit sie denken kann, sind die Tage, an denen die Bäume zu blühen beginnen, die anstrengendsten im ganzen Jahr. Denn die ganze Familie muss mithelfen, um Blüte für Blüte zu bestäuben. Bienen gibt es hier schon lange nicht mehr.

Geschichte beruht auf Tatsachen

Dieser Teil der Geschichte beruht auf Tatsachen: Umweltverschmutzung und Pflanzengifte haben die Bienen zum Beispiel in der chinesischen Provinz Sichuan ausgerottet. An seinem 10. Geburtstag bekommt das Mädchen ein Buch über Bienen geschenkt, schildert Autor Daniel Lenz: „Da erfährt sie überhaupt das erste Mal in ihrem Leben, dass es Bienen gibt, weil sie noch nie welche gesehen hat. Sie ist von der Beschreibung in diesem Buch so fasziniert, dass sie im Laufe der kommenden Monate und Jahre sich damit beschäftigt, die Bienen zurück ins Tal der Birnen zu holen.“

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 17.5.2015

Eindrücke einer Chinareise verarbeitet

Weit entfernt von Lians Heimatort lebt ein Großonkel in den Bergen, der Imker ist. Von ihm lernt sie alles über Bienen. Daniel Lenz hat auch die Eindrücke einer Chinareise in diesem Buch verarbeitet: „Es ist natürlich die Landschaft, die Menschen, für mich war es ein Kulturschock, weil man gesehen hat, die Menschen leben dort zum Teil noch so wie bei uns vor 70 Jahren. Es gibt natütrlich moderne Errungenschaften, in jeder kleinen Hütte gibt es einen Fernseher, aber sonst nicht einmal fließend Wasser.“

Selbstverständlich will Daniel Lenz mit dieser Geschichte eine Botschaft vermitteln: „Die Geschichte dieser Lian wird sozusagen auch zwischen den Zeilen geschrieben. Es werden hier schon Botschaften übermittelt, ich versuche es zumindest, dass man einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt betreibt und einfach auch die Schönheit der Natur beobachtet.“

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