Der Tod einer Narzissenkönigin

Herbert Dutzler hat bereits mehrere Altaussee-Krimis rund um den Polizisten Franz Gasperlmaier veröffentlicht. Im neuen Fall mit dem Titel „Letzter Applaus“ sieht sich Gasperlmaier mit einer ermordeten Narzissenkönigin konfrontiert.

Dutzler-Krimi
Haymon-Verlag

Buchtipp:

„Letzter Applaus. Ein Altaussee-Krimi“ von Herbert Dutzler (ISBN 978-3-7099-7820-7) ist im Haymon-Verlag erschienen und kostet 12,95 Euro

Aufruhr in Bad Aussee – und dann auch noch eine tote Narzissenkönigin. Der Gasperlmaier hat alle Hände voll zu tun: Die einheimische Bevölkerung geht mit jähem Zorn gegen eine Billigtrachten-Kette vor, die in Altaussee eine neue Filiale eröffnet hat. Ausgerechnet vor dem Narzissenfest, wo der gemütliche Dorfpolizist ohnehin rund um die Uhr im Dienst ist. Als dann die gerade gewählte Narzissenkönigin tot aufgefunden wird, stellt sich die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen ihrem Tod und der Eröffnung des Geschäfts besteht.

Nahe an der Familie

Das Verbrechen kommt Gasperlmaiers Familie nahe - seine Tochter wird zur Narzissenprinzessin gewählt, die siegreiche Narzissenkönigin kurz nach der Wahl in jenem Hotel ermordet, in dem die Narzissenhoheiten übernachten. Der zweite Handlungsstrang führt ins Reich der Trachtenmode: Eine internationale Textilkette will in Bad Aussee eine Filiale mit Billigtrachten, die unter inhumanen Bedingungen in Indien und Bangladesch produziert werden, eröffnen. Auch in diesem Umfeld passiert ein Mord.

„Ein bisschen heimisch“

Herbert Dutzler greift auf die bereits aus den vergangenen Krimis bekannten Figuren zurück, entwickelt sie aber weiter. Der 57-jährige Dutzler ist hauptberuflich im oberösterreichischen Völklabruck. In seiner Jugend sei er oft in Bad Aussee und beim Narzissenfest gewesen: „Das Ausseerland ist ungefähr eine Stunde von uns entfernt. Wir haben Tages- und Skiausflüge dorthin gemacht. Ein Bruder von mir ist mit einer Altausseerin verheiratet. Es ist eine Gegend, in die man gerne kommt und wo man sich auch ein bisschen heimisch fühlt“

Sendungshinweis:

„Guten Morgen Steiermark“, 31.5.2015

Gasperlmeier und die schnelle Welt

Die Figur des Franz Gasperlmaier ist facettenreich gezeichnet und dadurch auch fern vom Klischee. „Er ist ein Mensch, dem das wichtigsten im Leben ist, dass sich die Dinge nicht so schnell verändern. Er leidet darunter, dass sich die Dinge ändern. Er hat ein Problem mit dem Erwachsenwerden der Kinder, auch mit den Karriereplänen seiner Frau. Er hat auch mit dem Eindringen der Gewalt in seine Welt so ziemlich seine Probleme“, so der Autor.

Auch Franz Gasperlmaiers fünfter Fall hat alles, was ein Krimi braucht: einen durch und durch liebenswürdigen Ermittler, authentisches Ausseer Flair, Humor und Spannung.

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