Baumgartner spielt mit dem Feuer

Vor rund einem Jahr hat der Grazer Schriftsteller Reinhard Kleindl in seinem Debütroman „Gezeichnet“ den Grazer Mordkommissar Franz Baumgartner erschaffen. Nun ermittelt er wieder - in „Baumgartner und die Brandstifter“.

"Baumgartner und die Brandstifter"-Cover
Haymon-Verlag

Buchtipp:

„Baumgartner und die Brandstifter“ von Reinhard Kleindl ist im Haymon-Verlag (ISBN 978-3-7099-7823-8) erschienen und kostet 13 Euro.

Im südsteirischen Ehrenhausen brennt ein Bauernhof, bei dem Brand stirbt die bettlägrige Altbäuerin. Schon bald taucht der Verdacht auf, es könnte sich um Brandstiftung handeln. Die Mordgruppe nimmt die Ermittlungen auf - allerdings vorerst ohne ihren Chef Franz Baumgartner, der eine Zeit lang einfach verschwunden ist. Als er schließlich in ziemlich desolatem Zustand auftaucht, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf...

„Konsequent im Glauben an das Gute“

Autor Reinhard Kleindl beschreibt seinen Hauptprotagonisten Franz Baumgartner so: „Der Glaube ans Gute ist so tief in ihm drin, dass es ihm völlig egal ist, ob das auch jemand anders sieht oder ob er eine Rückmeldung oder eine Bestätigung dafür bekommt. Er ist sehr konsequent darin.“

Figuren ohne Klischees, aber mit Tiefe

Kleindl zeichnet alle wichtigen Figuren in seinem Roman auch in die Tiefe, weitab von Klischees, hält aber trotzdem die Spannung hoch. Der Autor hat damit die Möglichkeit, seine Protagonisten weiter zu entwickeln, was am Beispiel Baumgartner gut sichtbar ist: „Das macht wirklich Spaß, die Charaktere über einen einzelnen Band hinaus zu denken, und ich habe beim ersten Band relativ bald gesehen, dass da nicht alles Platz hat, was ich mir vorstelle, was mit ihnen passieren könnte.“

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 13.9.2015

Der Autor sieht aber noch eine Herausforderung: „Da liegt auch der Reiz darin, etwas zu machen, was als zweiter Band eventuell auch unabhängig lesbar ist, also ohne den ersten zu kennen, aber trotzdem Geschichten weiterspinnt aus dem ersten Band, und da hat man da eine Menge Handlungsstränge in der Hand und versucht, die so zu verbinden, dass es alles Sinn ergibt.“ Ob Kleindl das gelungen ist, kann man jetzt in „Baumgartner und die Brandstifter“ nachlesen.

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