Bitterböses „dosenfleisch“ im Schauspielhaus

Im Wiener Burgtheater war „dosenfleisch“ von Ferdinand Schmalz bereits zu sehen, jetzt kommt das Stück ins Grazer Schauspielhaus. An einer Raststätte treffen fünf Menschen aufeinander – es entwickelt sich ein bitterböser Krimi.

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 11.5.2016

Mitten im Nirgendwo, am Rande der Autobahn, befindet sich eine Raststation - und in letzter Zeit wurde diese verdächtig oft zur Endstation: „Die Raststätte ist ein eigenartiger Nicht-Ort, der eigentlich ein Durchzugsort ist. Um sich wirklich dort aufzuhalten, kommen ja nur wenige hin - die meisten nutzen sie als Zwischenstopp - und doch zieht sie immer wieder eigenartige Figuren an“, meint Autor Ferdinand Schmalz.

"Dosenfleisch"
Schauspielhaus/Lupi Spuma

Ausbruch aus dem Alltag

Versicherungsvertreter Rolf, zwei Fernfahrer, sowie Tankstellenbesitzerin Beate und die ehemalige Schauspielerin Jayne sehnen sich nach Abwechslung. Ein Unfall bietet die Möglichkeit zum Ausbruch – behaupten Jayne und Beate. Und wer hat nicht das Verlangen nach dem Ausbruch aus der Einbahnstraße Alltag? „Das zu überwinden, was vielleicht am eigenen Leben zu eingefahren ist“, sei sehr reizvoll, so Schmalz.

"Dosenfleisch"
Schauspielhaus/Lupi Spuma

Das Geheimnis der Kurve vor der Tankstelle

Es sind festgefahrene Figuren, die von ständiger Bewegung und Raserei in einer kontinuierlich beschleunigten Welt umgeben sind. Immer schneller läuft das Leben, der menschliche Körper verfällt wie der abgelaufene Inhalt einer Konservendose. Versicherungsvertreter Rolf stößt auf das Geheimnis der steigenden Unfallrate in der Kurve vor der Tankstelle, und mit viel Witz und Wortspiel wird der böde Road-Movie zum bitterbösen Krimi.

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