Eine Reise durch die „phantastische Kunst“

Die Kunsthalle Leoben präsentiert heuer „phantastische Kunst“ - und zeigt dabei Visionäres und Surreales von Symbolisten über die Wiener Schule des Phantastischen Realismus bis hin zu Gegenwartskunst.

Ausstellungstipp:

„Hoffnungs(T)raum Phantastisch - Eine Reise durch die Phantastische Kunst“ - zu sehen im Museumscenter-Kunsthalle Leoben, bis zum 17. September 2017

„Wenn wir den Erkenntnissen der neuesten Wissenschaft glauben, dann können wir nur vier Prozent von dem wahrnehmen, was zu 100 Prozent existent ist“, so Ausstellungskurator Gotthard Fellerer; der Rest sei „das Unfassbare, jener Bereich, wo das Phantastische beheimatet ist“.

„Ein Tor zum Neuen“

Das Phantastische sei demnach „nur ein scheinbarer Gegenentwurf zur Norm - tatsächlich ist es eine Ergänzung“. Es biete eine Rückzugsmöglichkeit vom Alltag, sei ein Impulsgeber für Kreativität und damit „ein Tor zum Neuen“, wie der Wiener Neustädter Kurator sein Verständnis des Phantastischen darlegte.

Von Arik Brauer bis Anton Lehmden

Den Begriff der „Phantastischen Kunst“ wiederum will Fellerer dezidiert nicht nur auf den „Phantastischen Realismus“ der gleichnamigen Wiener Schule mit den Künstlern Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden, die allesamt mit Werken in der Leobener Schau vertreten sind, übertragen wissen. „Natürlich sind sie in der Ausstellung zu sehen, in großartigen Beispielen. Aber sie sind nicht der Endpunkt“, so Fellerer.

Phantastische Kunst in Leoben
APA/Freisinger

In der Kunsthalle illustriert er anhand von Kunst des Symbolismus und Surrealistischen, der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ wie auch mit Künstlern bis in unsere Gegenwart das, was „jenseits der Vernunft“ liegt und die Künstler bewegt.

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 8.5.2017

Vom 19. Jahrhundert bis heute

Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut, beginnt mit Künstlern der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und kommt in sieben Kapiteln in der Gegenwart mit Kunstwerken von u.a. Gunter Damisch, Günther Brus und Anna Stangl an. Ein Klangteppich, gewebt aus charakteristischen Geräuschen der k.u.k.-Monarchie bis ins Heute, macht die Ausstellung auch zu einem Hörerlebnis. Gezeigt werden insgesamt rund 400 Leihgaben der Künstler bzw. Leihgaben von u. a. dem Phantastenmuseum Wien, der Österreichischen Galerie Belvedere und mehreren Landesmuseen.

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