Graz im Zeichen des Tanzes

Graz steht drei Wochen lang ganz im Zeichen des Tanzes: Im Mittelpunkt des Internationalen Bühnenwerkstatt- und Tanztheaterfestivals stehen zeitgenössischer Tanz und Begegnungen von Tanz-Profis mit Laien und Publikum.

The Long And Winding Road
buehnenwerkstatt.at
Eröffnung mit „The Long And Winding Road“ im Grazer Schauspielhaus

Choreograf Darrel Toulon, ehemals Opern-Ballettdirektor in Graz, eröffnete das bereits 26. Internationale Tanztheaterfestival mit „The Long and Winding Road“ - einem künstlerischen Beitrag zur Flüchtlingskrise: „Wir begegnen dabei acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern und diese Menschen teilen eine Stunde ihres Lebens mit uns. Diese Menschen verbindet mit den Zuschauern grundsätzliche Fragen, die man so stellt: Bin ich hier zuhause? Ist das überhaupt mein zuhause? Muss ich das überhaupt definieren? Sie teilen ihre Geschichten, die teilweise heiter und teilweise traurig sind“, gibt Toulon Einblicke in die Hintergründe des Eröffnungsstücks.

Workshops für Tanzende aller Altersgruppen

Neben einem breiten Workshop-Angebot für erfahrene und bewegungsneugierige Laientanzende aller Altersgruppen - zu Contemporary Dance, Hip-Hop, Physical Theatre, Contact Improvisation, Yoga, Shiatsu und Afro Dance bis hin zu ganz was Neuem - Gaga, einem expressiven Tanz aus Israel, lockt dann drei Wochen lang ein buntes Rahmenprogramm mit Film, Konzert und natürlich auch hier viel Tanz.

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 30.6.2017

Der Botanische Garten der Karl-Franzens-Universität ist Bühne für Igor Sviderskis Kommentar zu Schwanensee, Andrea Nagls Kugelköpfen und vielem mehr. Das meiste ist bei freiem Eintritt zu erleben. Am 9. Juli gibt es da Brasilien zum Anfassen - Emiliano Sampaio etwa, mit seinem „Mereneu Project“ und dem Titel „Der verbotene Tanz“. Die brasilianische Tänzerin Jessica Moretto lädt mit ihm zu einer Party mit südamerikanischem Temperament.

Tanztheaterfestival
buehnenwerkstatt.at

Vereinte Sommerfrische: Profis tanzen mit Touristen

Auch für Kinder und Do-Theater-Fans ist heuer einiges bereit, bis das Festival sich am 16. Juli aufmacht zur Sommerfrische ins Salzkammergut. Ursula Gigler-Gausterer ist die künstlerische Leiterin des Festivals: „Professionelle Tänzer werden auf Touristen treffen, die hier teilnehmen möchten. Da geht es um das Erfrischende im Tanz. Tänzer, die das ganze Jahr über hart arbeiten, können sich hier in der wunderbaren Landschaft des Salzkammerguts an der frischen Luft in der Natur bewegen. Das heißt, es wird Open Air trainiert.“

„Tanz als Befreiung der Seele durch Bewegung“

Die Natur dient im Salzkammergut als Inspiration für Körperlichkeit, doch die schöpferischste Quelle für Tanz und Bewegung ist immer noch der Körper selbst. Das soll auch im 26. Jahr des Bühnenwerkstatt- und Tanztheaterfestivals beim Publikum ankommen, meint Darrel Toulon: „Tanz ist Sprache. Tanz ist ein Mittel um etwas zu sagen. Tanz ist die Befreiung der Seele durch Bewegung. Der Körper ist für mich ein Instrument. Gehirn, Bauch und mein Herz spüren etwas und das kommt über den Körper heraus.“

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