Michael Niavarani: Ein Trottel kommt selten allein

Schlaflose Nächte sind ja an und für sich nichts Angenehmes - es gibt aber Ausnahmen: zum Beispiel, wenn man einen Zweiten findet, der ebenfalls schlaflos ist. Im Fall von Michael Niavarani entstand daraus ein ganzes Buch.

Ein Buch „voller Geschichten und wahnwitzigen Fakten über uns Menschen, die wir eines Tages von den Bäumen gestiegen und seither wild entschlossen sind, die Welt zu verbessern“, verspricht der Autor im Klappentext; außerdem versucht der „lustigste Österreicher“ herauszufinden, „ob das Leben eine Tragödie oder eine Komödie ist“.

Cover "Ein Trottel kommt selten allein", Michael Niavarani, Lesezeichen
Amalthea Verlag

Buchtipp:

„Ein Trottel kommt selten allein“ von Michael Niavarani (ISBN: 978-3-99050-066-8) ist im Amalthea Verlag erschienen und kostet 25 Euro

Es begann bei Nacht

Doch zurück zum Anfang - die ganze Geschichte beginnt auf einer Terrasse im Burgenland: In einer schlaflosen Nacht begibt sich der Autor auf die Terrasse seines Ferienhauses am Neusiedlersee. Dort trifft er seinen Nachbarn, der ebenfalls nicht schlafen kann, und so beginnt das Gespräch zwischen den beiden - über Gott und die Welt, über aktuelle Themen und zeitlos Philosophisches wie etwa die in der Antike spielende Geschichte einer Witwe, die sich nicht von ihrem verstorbenen Ehemann trennen kann - Untertitel: „Eine Komödie oder eine Tragödie“.

Prinz Philipp und die Südsee-Insel

Auf einer fernen Südsee-Insel trägt sich eine andere Geschichte zu: In Vanuatu, einer Insel nordöstlich von Australien, gibt es doch tatsächlich ein Dorf, das Prinz Philipp, den Gemahl der britischen Königin Elisabeth, als Gottheit verehrt.

Als wäre das nicht schon kurios genug, setzt Michael Niavarani dem Ganzen noch die Krone auf: Ein Mann, der als einziger Überlebender eines Flugzeugabsturzes buchstäblich vom Himmel gefallen ist, soll dem Südsee-Inselvolk gegen die Folgen des Klimawandels helfen. Zu diesem Zweck kommt der König mit seinen engsten Vertrauten nach Wien, um eben diesen Gott um Hilfe zu bitten.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 16.7.2017

Ein Wiener Schluss?

In einer weiteren Episode geht es um den sogenannten Wiener Schluss: Dieser geht auf einen Erlass von Kaiser Josef II. zurück, der ein Happy End für Stücke wie „Romeo und Julia“ oder „Hamlet“ verlangt hatte - um die Zuseher nicht zu deprimieren. Die wenig überraschende Schlussfolgerung lautet: Die Geschichte der Menschheit ist wirklich voller Narren.

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