James Bond und Harry Lime bei der MurSZENE

Sie hat schon beste Tradition in Graz, die MurSZENE am Grazer Mariahilferplatz. Allsommerlich werden dort Jazz und Weltmusik vom Feinsten aufgeboten. Auch heuer wartet ein Top-Programm mit Musikern aus aller Welt.

Wenn Jazz, Swing und Weltmusik vor der Mariahilferkirche erklingen, dann ist wieder MurSZENE-Zeit, und auch für das heurige Programm streckte Organisator Gerhard Kosel seine Fühler weit über die Grenzen aus.

Von Moskau bis Los Angeles

Da wäre zum einen Ochelie Soroki aus Moskau: Ein „ganz tolles schamanistisches Trio“, wie Kosel sagt. Der künstlerische Bogen spannt sich bis an die Westküste der USA, „wo die Guatemaltekin Gaby Moreno in Los Angeles lebt und in Amerika gerade am Durchstarten ist“, so Kosel. Moreno ist Sängerin und Songwriterin und gibt am Mariahilferplatz ihr erstes Österreich-Konzert.

Wienerlied und New Orleans

Patrick Dunst wandelt auf indischen Pfaden: Er spielt mit dem Ensemble ATMA eine Mischung aus klassischer indischer, klassischer westlicher Tradition und Jazz. Mit Thomas Gansch und Raphael Wressnig treffen wiederum zwei schillernde österreichische Musik-Exporte aufeinander und unternehmen einen Spaziergang zwischen Jodler, Wienerlied, New Orleans, Funk und Blues - also quasi zwischen James Bond und dem drittem Mann. Den Abschluss wird Ismael Barrios mit seiner furiosen Band „Salsa Explosion“ machen.

Saxophon
APA/EPA

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 20.7.2017

Nicht die ganz Großen

„Unser Konzept ist, dass wir in unserer Szene tief verwurzelt sind und wir es unseren Musikern ermöglichen, ihre internationalen Projekte und Vernetzungen nach Graz zu bringen. Es kann keiner leben ohne Europa, ohne die Welt", sagt Gerhard Kosel.

„Es gibt so viel tolle Musik auf dieser Welt, von der wir nichts wissen“, es sei gut, wenn man Bands nach Graz bringe, bevor die sogenannte Entertainment-Industrie auf diese zugreife. „Das Paradebeispiel Rebekka Bakken hat seinerzeit die Münze gefüllt, solange sie mit Wolfgang Muthspiel ein tolles Duo abgegeben hat. Heute ist sie halt das, was sie ist: ein erfolgreicher Star auf großen Bühnen“, sagt Kosel.

Es sei aber nicht sein Ziel, die großen Stars nach Graz zu holen: „Ich glaube, das macht den Erfolg von so kleinen Bühnen und Szenen aus. Wir haben eine starke Szene, mit immer wieder neuen Gesichtern, mit Menschen, die sehr selbstlos versuchen, ihre Kunst auf die Bühne zu bringen. Allein dafür lohnt es sich zu arbeiten und Menschen, die auf dem Weg sind, Türen zu öffnen und Bühnen aufzumachen“, so Gerhard Konsel.

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