Noll bläst zum „Halali“

Ingrid Noll ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Krimiautorinnen. Seit knapp 30 Jahren schreibt die 82-Jährige Bücher. Ihr neuester Roman „Halali“ spielt im Deutschland der Nachkriegszeit und ist eine Kriminalkomödie.

Ingrid Noll: "Halali"
Diogenes Verlag

Buchtipp:

„Halali“ von Ingrid Noll ist bei Diogenes (ISBN 978-3-257-06996-9) erschienen und kostet 22,70 Euro

Der traditionelle Jägergruß „Halali“ wird in Nolls Krimi zum Gruß für die beiden Hauptfiguren, zwei Frauen auf der Jagd nach Männern.

Karin und Holde im Nachkriegs-Bonn

Karin und Holde sind im Nachkriegs-Deutschland Mitte der 1950er-Jahre junge Sekretärinnen im Innenministerium in der neuen Hauptstadt Bonn. Holde, die Bäckerstochter aus der Eifel, wohnt in Untermiete bei einer älteren Dame. Karin stammt aus Ostpreußen und lebt mit ihrer adeligen Tante in einer großen Villa.

Es gibt einen Jäger

Und es gibt tatsächlich auch einen Jäger - Burkhard Jäger, er ist Regierungsrat im Innenministerium, ein steifer, grauer Mann, der allen aus dem Weg geht. Er kommt nicht als Ehemann für eine der beiden Frauen in Frage, soll aber noch eine wichtige Rolle spielen.

Denn Holde und Karin entdecken seine äußerst suspekten und geheimnisvollen Seiten - es ist schließlich Kalter Krieg.

Im Rückblick

Ingrid Noll sagt, sie wollte keinen üblichen Agentenroman schreiben, vielmehr eine Zeitreise und eine Geschichte über das Lebensgefühl junger Frauen in den Fünfziger Jahren. Die Autorin lässt die Geschichte in ihrem Roman von Holde erzählen - die ist mittlerweile über 80 Jahre alt und erinnert sich in Gesprächen mit ihrer Enkelin Laura an die damaligen Zeiten.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 12.11.2017

Noll-Portion schwarzen Humors

Es ist ein typischer Ingrid Noll-Roman mit einer kräftigen Portion schwarzen Humors, und die Frauen sind meist nur scheinbar ganz normale Frauen: Das eine oder andere Verbrechen ist ihnen gar nicht so fremd.

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