„Psalm“: Die Bedeutung der Wochentage

Das Osterfestival „Psalm“ in Graz hat heuer als Thema die Namen der Wochentage, aus denen Programme entwickelt werden. Am Beginn steht ein Abend rund um die Sabbat-Bräuche, den Abschluss bildet Wagners „Ring“.

Die Siebenzahl als Einteilung der Zeit ist nicht neu, das war bereits im alten Ägypten und in Babylon üblich. Spätere Kulturen setzten die Wochentage mit ihren Göttern in Verbindung, und diesen Bedeutungen möchte „Psalm“ heuer ein wenig nachspüren.

„Sabbat mit Freunden“

Das Programm beginnt vor dem Palmsonntag mit einem „Sabbat mit Freunden“, bei dem Timna Brauer in die kultischen Bräuche dieses Tages einführen wird. Der Sonntag ist dem „Sonnengesang“ gewidmet: Vladimir Ivanoff und sein Ensemble Sarband zeigen mit einem mittelalterlichen Programm aus christlicher und muslimischer Musik die Verbindungen zwischen der Denkweise des Franz von Assisi und der von ihm auf einer Ägyptenreise kennengelernten Sufigemeinschaften auf.

Psalm 2018
styriarte

Unter dem Titel „Moonlight Serenade“ bringen am Montag Eddie Luis und die Gnadenlosen Hits wie „Moon River“ oder „Lady Sunshine und Mister Moon“ zu Gehör. Martialisch wird es am Dienstag, der dem Gott Mars beziehungsweise dem germanischen Gott Tyr gewidmet war: Das Frauenensemble Mediaeval aus Norwegen stellt musikalische Erzählungen aus dem nordischen Sagenkreis vor, unterstützt von Jazz-Trompeter Arve Henriksen.

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 15.1.2018

Mittwoch hängt zusammen mit Merkur und ist Anlass für einen Abend mit Barockmusik, so beispielsweise Ausschnitte aus der Oper „Dafne in Lauro“ von Johann Joseph Fux. Zu hören ist der italienische Barockspezialist Marco Vitale präsentiert „Mercurio ed Apollo“ mit zwei Sängern und einem Streicherensemble aus dem Orchester Recreation Barock.

4.000 Karten werden angeboten

Dem Donnergott Thor/Donar ist das sechste Programm gewidmet, wenn Michael Dangl einen Bericht über das Fällen von „Donars Eiche“ liest und dazu Musik von Beethovens Pastorale in Streichquartett-Bearbeitung erklingt. Am Freitag schließlich geht es um die Göttinnen Freia und Venus, die der Liebe zugeordnet sind. Beiden setzte Wagner ein Denkmal in seinen Werken, und so liest Thomas Höft aus dem „Rheingold“ und die Musik dazu liefert das Klavierduo Tal & Groethuysen. Das Budget beträgt rund 185.000 Euro, angeboten werden 4.000 Karten.

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