„Pro Humanis“ - für uns!

Der Verein „Pro Humanis“ unterstützt mit seinen freiwilligen Mitgliedern steiermarkweit psychisch kranke Menschen - diese ehrenvolle Aufgabe ist sehr herausfordernd. Eine von diesen ehrenamtlichen Helfern ist Sofie Romirer.

Der Feuerwehrmann, die gute Seele einer Notschlafstelle oder der Musikant im Blasmusikverein: Sie alle gehören zur großen „Familie der Freiwilligen“ in der Steiermark! Die „Steiermark heute“-Serie „Für uns“ holt sie vor den Vorhang - mehr dazu in Für uns! Die Freiwilligen der Steiermark.

Allein in der Steiermark sind es rund 340 ehrenamtliche Mitarbeiter, die im Namen von „Pro Humanis“ Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Problemen unterstützen.

Die menschliche Psyche fasziniert

Sofie Romirer arbeitet in einem Hartberger Produktionsbetrieb für Kosmetik im Schichtbetrieb und ist zweifache Mutter; über diese Arbeit hinaus hat sie jedoch eine großes Interesse: die menschliche Psyche.

Romirer erklärt ihre Faszination: „Vor allem die Psyche ist das, was mich immer interessiert hat und was dahinter steckt. Hinter den Handlungen, warum ein Mensch sich so gibt, wie er sich gibt, warum er das tut, was er tut. Das ist das Spannende.“

Berührungsängste sind Fehl am Platz

„Pro Humanis“ unterstützt neben Menschen mit psychischen Erkrankungen auch solche, die eine persönliche Krise durchleben - beides trifft auf eine Klientin von Frau Romirer zu, die jedoch anonym bleiben möchte.

Pro Humanis unterstützt Menschen mit Beeinträchtigungen
ORF
Sofie Romirer im Gespräch mit ihrer Klientin.

Das erste Treffen gab es vor vier Jahren im Schlosspark in Hartberg - für Romirer eine völlig neue Erfahrung: „Ich war sehr nervös, es waren total neue Erfahrungen. Ihr ist es sehr schlecht gegangen. Wir sind sehr viel spazieren gegangen, waren sehr oft im Park. Teilweise sind wir nur gesessen, ohne zu sprechen, weil es einfach nicht gegangen ist. Aber es hat gepasst.“

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

„Pro Humanis“ - für uns!

ORF Steiermark-Reporterin Ulli Enzinger hat Sofie Romirer von „Pro Humanis“ besucht.

Die Chemie muss von Beginn an stimmen

Doch um solch Sozialbegleitungen durchführen zu dürfen, sind Schulungen im Ausmaß von 60 Stunden zu absolvieren, und damit überhaupt erst Vertrauen aufgebaut werden kann, muss die Chemie zwischen Klient und Sozialbegleiter von Anfang weg stimmen.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 21.8.2015

Durch die Gespräche mit Sofie Romirer kann die Klientin die Sonne wieder genießen und erzählt: „Zu ihr hab’ ich das meiste Vertrauen. Sie ist eigentlich meine beste Freundin. Sie hat mich von Anfang an verstanden.“ Wie lange die Begleitung der Klientin noch andauert, ist offen.

Pro Humanis unterstützt Menschen mit Beeinträchtigungen
ORF
Ein langer Weg, der gemeinsam beschritten wird.

Der Lohn ist pure Freude

Trotz der herausfordernden Tätigkeit gibt es auch schöne Seiten an dieser Tätigkeit, über die Romirer gerne spricht: „Schön ist es, wenn man merkt, dass sich der Klient öffnet, wenn das Gesicht wieder einmal strahlt - das ist der Lohn, das ist einfach schön.“

Links:

Werbung X