Ein „Lichtblick“ - für uns!

Seit drei Jahren bauen Ehrenamtliche des Vereins „Lichtblick“ Brücken zwischen Ärzten und Pflegepersonal und wartenden Patienten. Derzeit sind es 13 Frauen und Männer, die auf diese besondere Art am LKH Graz ihre Zeit schenken!

Der Feuerwehrmann, die gute Seele einer Notschlafstelle oder der Musikant im Blasmusikverein: Sie alle gehören zur großen „Familie der Freiwilligen“ in der Steiermark! Die „Steiermark heute“-Serie „Für uns“ holt sie vor den Vorhang - mehr dazu in Für uns! Die Freiwilligen der Steiermark.

Wie ein Wirbelwind huscht Elisabeth Rösler durch die orthopädisch-chirurgische Ambulanz: Sie spricht Wartende an, fragt nach ihrem Wohlbefinden, bietet ihnen Wasser an oder zeigt ihnen den Weg in das richtige Untersuchungszimmer - und es sind viele Menschen, die hier Tag für Tag warten, aufgrund steigender Patientenzahlen und verkürzter Ärztearbeitszeit oft stundenlang und alleine.

Elisabeth Rösler und Patienten
ORF.at

„Es sind meine Mitmenschen“

„Ich will den Menschen sehen, ich glaube, jeder Mensch will gern gesehen werden. Die Leute lächeln, wenn ich sage, ich komme in mein zweites Wohnzimmer, jetzt mache ich Ordnung, weil ich die Zeitungen gleich schlichte, und dann bewirte ich meine Mitmenschen, weil es sind ja nicht meine Patienten, ich bin nicht Arzt, ich bin nicht Krankenschwester, es sind meine Mitmenschen, und für die bin ich da“, so Rösler.

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Ein „Lichtblick“ - für uns!

ORF Steiermark-Reporterin Ulli Enzinger hat Elisabeth Rösler vom Verein „Lichtblick“ besucht.

Die 66 Jahre alte Grazerin war Finanzbuchhalterin und zuletzt als Chefsekretärin in einem großen Industriebetrieb tätig. Seit zehn Jahren besucht sie als „Gelbe Tante“ schwerkranke Kinder auf der Kinderklinik - und was dort möglich ist, müsse auch in übervollen Ambulanzen realisierbar sein, dachte sie nach einem persönlichen Erlebnis: „Ich habe es selbst mit meiner Mutter erlebt, am UKH vor einigen Jahren, dass sie da gelegen ist und gefroren hat. Das sind so Dinge, die bleiben im Hinterkopf, und dann habe ich mir gedacht, das könnte man auch machen.“

Elisabeth Rösler und Patienten
ORF.at

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 6.11.2015

Spannung abbauen und ermuntern

Elisabeth Rösler und den anderen Ehrenamtlichen am LKH Graz geht es vor allem darum, Spannungen abzubauen und die Patienten zu ermuntern. Sie verbringt jede Woche einen ganzen Vormittag in der Ambulanz, und sie arbeitet dabei Hand in Hand mit dem Pflegepersonal, welches sie durch ihr beherztes Engagement auch entlastet: „Das ist dann nett, wenn uns eine Röntgenassistentin erzählt, mein Gott, das war toll, sie haben so die erste Angst weggenommen. Und wenn der Patient dann zum Röntgen reinkommt, und wir sagen schon vorher, aber jetzt müssen sie schön lächeln, weil sie werden fotografiert, dann passt das schon, dann ist schon die Stimmung gelöst.“

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