Lesepatinnen - für uns!

Hannelore Pircher setzt sich seit Jahrzehnten in ihrer Freizeit für ein respektvolles Miteinander der Generationen ein. Seit fünf Jahren ist sie gemeinsam mit anderen Damen in der Volksschule Gleisdorf Lesepatin.

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Wenn Hannelore Pircher und ihre Kolleginnen das Klassenzimmer der 1c in der Volksschule Gleisdorf betreten, dann laufen ihnen die 23 Mädchen und Buben schon entgegen: In der Hand eine Leseblatt haltend, das in den ersten Schulwochen zwar nur aus wenigen Worten besteht, aber von den Kleinen dennoch eifrig geübt werden muss.

Eine Oma mit Lizenz zum Lesetrainer

Mit viel Geduld werden die Kinder von der 72-Jährigen unterstützt, um sich die wohl wichtigste Voraussetzung für ein selbstständiges Leben anzueignen: „In erster Linie nehme ich einmal das Kind ernst. Wenn es sich zu mir her setzt, dann bin ich hundertprozentig bei dem Kind, weil Kinder waren für mich immer alles, ich habe Kinder immer geliebt. Es ist für mich so berührend, wenn man merkt, wenn die Kinder die Herzerl aufmachen, wenn sie langsam locker werden.“

Gleisdorfer Lesepaten
ORF

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 27.11.2015

Die ehemalige Leiterin der Stadtbücherei, die selbst zwei Enkerl und ein Urenkerl hat, kommt zweimal in der Woche in die Schule. Ihre Tochter Heike Pircher - selbst Volksschullehrerin - hatte vor fünf Jahren die Idee zur Lesepatenschaft, um den Kindern öfter auch in der Klasse die Möglichkeit zum lauten Vorlesen zu geben: „Dieses fließende Lesen, dieses oftmalige Wiederholen und dieses sinnerfassende Lesen ist uns so wichtig, und dann können die Kinder wirklich einmal laut lesen, ihnen wird zugehört, und so haben sie einfach eine Ansprechperson, die sie zuhause vielleicht nicht täglich haben.“

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Lesepatinnen - für uns!

ORF Steiermark-Reporterin Ulli Enzinger hat die Gleisdorfer Lesepatinnen besucht.

„Das ist ganz schön“

Die Lesepatinnen investieren nicht nur ihre Zeit - auch sie bekommen von den Kindern schöne Momente geschenkt: „Für meine Gruppe ist es irgendwo das Gebrauchtwerden, weil wir werden ja gebraucht, und das ist auch etwas im Alter, das Gefühl, man wird noch gebraucht, man wird noch eingebunden in den gesellschaftlichen Ablauf - die Kinder sagen oft noch auf der Straße ‚Papa, das ist die Lese-Omi‘, und das ist ganz schön“, erzählt Hannelore Pircher.

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