Mobile Kinderkrankenpflege - für uns!

Eltern schwerkranker Kinder zu entlasten, bevor sie überlastet sind - das ist das Ziel der mobilen Kinderkrankenpflege MOKI. Die diplomierte Krankenschwester Ernestine Weiß holte das Projekt in die Südoststeiermark.

Kennen Sie auch jemanden, der freiwillig und ehrenamtlich seinen Mitmenschen hilft? Dann melden Sie sich bitte hier bei uns.

Seit zweieinhalb Jahren arbeitet Ernestine Weiß bei MOKI Burgenland; aber auch in der Steiermark sieht die diplomierte Kinderkrankenschwester aus Jobst bei Bad Blumau einen großen Bedarf an mobiler Kinderkrankenpflege.

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Zuerst fand diese nur in Kärnten, dem Burgenland, in Nieder- und Oberösterreich statt. Daher machte sich Weiß stark für eine Ausnahme: „In den letzten Jahren ist es immer wieder zu Betreuungsanfragen für oststeirische Kinder gekommen. Die Anfragen wurden an MOKI Burgenland weitergeleitet, finanzierungstechnisch war es jedoch nicht möglich, diese Kinder zu versorgen. Dann war es für uns - MOKI-Burgenland-Geschäftsführerin Doris Spalek und mich - die logische Folge, ein Angebot an mobiler Kinderhauspflege in der Oststeiermark schaffen.“

Genesen in vertrauter Umgebung

So können Kinder, die ohnehin an einer schweren Erkrankung leiden, zuhause betreut werden - in der vertrauten Umgebung würden sie schneller genesen, ist die 30-Jährige überzeugt. Versorgt werden Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Frühgeborene; auch die chirurgische Nachbetreuung nach Operationen und Palliativpflege werden angeboten.

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Ein besonderes Augenmerk richtet MOKI auf die Entlastungspflege: „Die Betreuung eines schwerstkranken Kindes erfordert sehr viel Kraft, Zeit und Energie. Eltern sind psychisch und physisch schwerst belastet - es ist meist so, dass sie die Kinder 24 Stunden am Tag betreuen. Man kann dann nicht einfach die Oma mal für eine Stunde holen, damit sie auf das Kind schaut: Die Kinder hängen an Beatmungsgeräten, haben unzählige Sonden, und da ist es schon wichtig, dass man qualifiziertes Personal hat“, erklärt Weiß.

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Sendungshinweis:

„Steiermark heute“,
29.4.2016

Komplette Organisation im Ehrenamt

Sieben Kinderkrankenschwestern sind derzeit freiberuflich im neuen steirischen MOKI-Verein tätig, der seit vergangenenm Jahr ehrenamtlich von Ernestine Weiß aufgebaut wird. Finanziert wird die mobile Kinderkrankenpflege derzeit ausschließlich über Spendengelder: „Die Organisationsarbeit, alles, was meine Arbeit betrifft, ist im Ehrenamt, aber die Krankenschwester selbst wird in ihrer Dienstleistungsstunde bezahlt. Es ist auch meine Aufgabe, die Spenden dafür zu organisieren. Es wäre ein großes Ziel von uns, einen Kooperationspartner zu finden, der sich an den Kosten für die Familien beteiligt.“

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„Die Möglichkeit, einmal loszulassen“

Derzeit werden drei schwerstkranke Kinder über MOKI Steiermark betreut. Die 30-Jährige kennt sie persönlich, denn sie selbst führt das Erstgespräch mit den Eltern und begleitet die Kinderkrankenschwestern immer wieder bei ihren Einsätzen.

Diese verbessern die Lebensqualität der betroffenen Kinder und Eltern: „Die Mama hat die Möglichkeit, sich mit den Geschwisterkindern zu beschäftigen, einen Kaffee trinken zu gehen - und wenn sie sich nur zwei Stunden hinlegt und einmal schläft, ganz egal. Es geht darum, dass man den Eltern die Möglichkeit gibt, einmal loszulassen, sie für eine kurze Zeit zu entlasten, bevor sie überlastet sind - das ist das Ziel.“

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