„Komm mit!“: Tänzer beleben Schloss Eggenberg

„Komm mit!“ lautet die Aufforderung ans Publikum, mit einzelnen Tänzern des Grazer Opernballetts durch das Areal des Schlosses Eggenberg zu gehen und kurze Privatvorführungen zu genießen.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 8.6.2016

„Das Schloss Eggenberg war einer meiner ersten Besuche in Graz, der Ort hat sofort zu mir gesprochen, da lebt etwas aus einer anderen Zeit“, schwärmt der Ballettchef der Grazer Oper, Jörg Weinöhl. Also begann er über ein Projekt nachzudenken, das dem Barockambiente gerecht wird: „Nach zwei großen Arbeiten auf der Bühne wollte ich in die Stadt gehen“, nannte der Tanzchef einen weiteren Grund für die Wahl des Ortes.

Schloss Eggenberg
ORF

„Komm mit!“

  • "Komm mit! ist ein Tanzprojekt der Oper Graz auf dem Areal im und um das Schloss Eggenberg am 11. und 12. Juni von 13.00 bis 17.00 Uhr.
  • Besucher brauchen keine Karten, der Parkeintritt von zwei Euro berechtigt zum Besuch aller Programmpunkte.
  • Bei Regen entfällt die Veranstaltung, Ersatzprogramm ist keines vorgesehen.

Ein besonderer Spaziergang

Die Besucher erwartet vor dem Schloss ein Infopunkt, an dem sie einen Plan bekommen und auch direkt abgeholt werden. Allein, mit Freunden oder der Familie macht man sich dann zusammen mit einem Tänzer oder einer Tänzerin auf den Weg zu unterschiedlichen Stellen im Park, an denen eine kurze private Tanzvorführung stattfindet.

Dazu gibt es Musik, denn jedem Tänzer wurde ein Instrument zugeordnet. Passend zur Umgebung wird es Frühbarock- und Barockmusik sein, erläuterte Weinöhl, der selbst in seiner Jugend „intensiv Blockflöte gespielt“ hat und sich zwischen einem Musik- und einem Tanzstudium entscheiden musste.

Stündliche Polonaise aus dem Schloss

Neben den Einzelvorführungen gibt es auch einige Fixpunkte im Programm: So werden stündlich Tänzer und Musiker eine Polonaise aus dem Schloss heraus tanzen, im Planetensaal und an einigen anderen Punkten wie vor der Kapelle gibt es auch permanent Programm. „Es passiert immer etwas, es ist so konzipiert, dass da ein ständiger Fluss ist“, beschrieb Jörg Weinöhl. Auf ein gastronomisches Angebot wurde verzichtet: „Wir wollten bewusst kein großes Volksfest, sondern es hat etwas Ruhiges, Meditatives“, schilderte der Choreograf.

Schlichte Kostüme der „Grey Collection“

Die Tänzer werden Kleidung aus der sogenannten „Grey Collection“ von Ausstatterin Saskia Rettig tragen, schlichte Teile, die weder von der Umgebung noch vom Tanz ablenken sollen. Die Schuhe sind etwas fester als normale Ballettschuhe, da auf die unterschiedlichen Böden von Kies über Wiese bis Beton Rücksicht genommen werden musste.

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