Wenn Katzen schreiben könnten

Für ihre wissenschaftlichen Bücher ist die Grazer Ärztin Siegrid Fuchs weit über ihre Fachkreise hinaus bekannt. Jetzt widmete sich die Leiterin der MS-Ambulanz am LKH Graz in einem Buch den „philosophischen Gedanken einer Katze“.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 14.12.2016

Seit einem Jahr lebt Tierheimkater Mogli im Haus von Familie Fuchs in Graz - und in dieser Zeit entwickelte er sich zum Psychotherapeuten auf vier Pfoten, wärmt nicht nur Körper, sondern auch die Seele. Zum 94. Geburtstag erhielt seine rüstige Katzenmama Hilde Fuchs ein ganz besonderes Geschenk von Mogli: Ihre Tochter Siegrid setzte sich mit dem Kater zusammen und schrieb ein Buch: „Mogli hat diktiert, also, die Idee und die Gedanken sind Moglis. Ich musste nicht nachdenken - ich habe nur geschrieben“, verrät Siegrid Fuchs.

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Tochter Siegrid und Kater Mogli haben Hilde Fuchs mit dem gemeinsamen Buch das wohl schönste Geburtstagsgeschenk gemacht
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Mogli ist Hilde Fuchs’ Liebling

Die Grazer Ärztin schrieb schon einige Bücher, unter anderem über Multiple Sklerose, denn das ist das Spezialgebiet der Neurologin. Für sie war es ein großer Spaß, einmal keine medizinische Fachliteratur zu schreiben und ihrer Mutter damit eine große Freude zu bereiten - und das Buch „Lernt doch von uns“ aus der Sicht von Kater Mogli war wohl eines der schönsten Geburtstagsgeschenke, das die 94-Jährige je bekam.

Ein Sonnenschein auf vier Pfoten

Tagtäglich bringt Mogli Hilde Fuchs zum Lachen, ist ihr Sonnenschein: Die rüstige Dame liebt ihren Kater über alles - und sogar wenn sie schläft, scheint es nur um ihren Schmusetiger zu gehen: „Seine gelbe Decke, die liebt er heiß! Da schlüpft er unterhalb hinein, damit er ganz zugedeckt ist. Und ich werde immer wieder wach und schaue nach, ob er eh noch zugedeckt ist“, verrät die Seniorin strahlend.

Buchtipp:

„Lernt doch von uns“ von Siegrid Fuchs (ISBN 9783200046696) ist im Eigenverlag erschienen und kostet rund 15 Euro

Und was hat Mogli jetzt zur Weihnachtszeit so zu erzählen? Das verrät er in seinem Buch: „Meine Menschen stellen Teller mit Keksen auf den Tisch. Natürlich mag ich das gar nicht. Aber ich möchte doch sicher sein, ob es sich nicht um für Katzen genießbares Futter handelt. Sieht ja schließlich nett aus.“ Und weil Mogli noch jede Menge erlebt, wird es sicher bald noch ein Buch geben, das der schlaue Kater seinen Menschen diktiert.

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