1.000 Jahre steirische Geschichte in Graz

In Graz hat das „Museum für Geschichte“ mit zwei Ausstellungen seinen Vollbetrieb aufgenommen. Neben einer Fotoexpedition durch die nächtliche Steiermark geht es auch durch 1.000 Jahre abwechslungsreiche steirische Geschichte.

Bei den Ausstellungen im „Museum der Geschichte“ geht es hauptsächlich darum, die Landeshistorie als Alltagsgeschichte auf möglichst vielen Ebenen erlebbar zu machen.

Vom Hochmittelalter bis in das 21. Jahrhundert

Mit gut 200 Objekten, die 100 Fragen beantworten können, wird steirische Geschichte vom Hochmittelalter bis in das 21. Jahrhundert präsentiert und beleuchtet.

Ausstellung Museum der Geschichte
ORF

Wie funktioniert die Herrschaft im Mittelalter? Wie leben Frauen in der Neuzeit? Was bedeutet es im 17. Jahrhundert arm zu sein? Das sind nur einige Fragen, die aufgeworfen werden, sagt Museumsleiterin Bettina Habsburg-Lothringen: „Was interessiert Menschen von heute, wenn sie einen Blick in die Vergangenheit des Landes werfen, oder welche Fragen sollten sie eigentlich interessieren? Geschichte ist die Geschichte von Menschen. Jede Art des Agierens oder Nichtreagierens bedeutet ein aktives Sich-Einbringen in die Geschichte, und damit ist Geschichte immer die Geschichte derer, die sie betreiben.“

Ausstellung Museum der Geschichte
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Die junge Geschichte vor den Vorhang holen

Das Grazer Architekturbüro Innocad gestaltete die Ausstellungen und verwendete dabei Exponate aus der volkskundlichen und der kunsthistorischen Sammlung, dem Zeughaus und der multimedialen Sammlung des Landes. „Es ist ein schlaglichtartiges Beleuchten mit der Frage: Wie löse ich Konflikte, wie gehe ich mit Minderheiten um, wie stellen wir uns technischen Neuerungen, wie organisieren wir uns als Gesellschaft?“, so Habsburg-Lothringen.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 17.11.2017

Dabei wird gerade der jungen und jüngsten Geschichte zu wenig Augenmerk geschenkt, stellt die Museumsleiterin fest: „Das wird sicher ein wichtiges Thema für uns sein, dass wir die Geschichte des 20. Jahrhunderts in angemessener Art und Weise in unsere Depots bringen.“

Ausstellung Museum der Geschichte
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„Land bei Nacht“

Mit der Fotoexpedition „Land bei Nacht“ wird die nächtliche Steiermark beleuchtet: Sie ist der Zeitspanne zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang gewidmet und soll die schwarze Nacht der Lichterstadt und der leuchtenden Provinz zeigen.

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