Über die Lust an der Qual

Leopold Sacher-Masoch hat vor rund 150 Jahren den Begriff des „Masochismus“ begründet. Die Lust an der Qual wird in seiner Novelle „Venus im Pelz“ deutlich - jetzt in Graz von Steinbauer & Dobrowsky auf die Bühne gebracht.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 10.1.2018

Verlangen und Erniedrigung – darum dreht sich das Theaterstück „Venus im Pelz“. Es beginnt harmlos: Eine Schauspielerin spricht für die Rolle der Witwe Wanda im Stück „Venus im Pelz“ vor - plötzlich wird sie zur Herrin von Regisseur Thomas. Ohne kuschelige Klischees erzählt das Theaterduo Steinbauer & Dobrowsky eine durchaus humorvolle Geschichte.

Venus im Pelz
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Eine Frage der Macht

„Es geht um Macht“, bringt es Wolfgang Dobrowsky auf den Punkt. „In dem Moment, in dem ich mich unterwerfe und jemand anderem gestatte, alles mit mir zu machen – sogar sage: ‚mach noch mehr, tu noch mehr‘, – ungeachtet dessen, was die Gefühle des anderen sind, bekomme ich Kontrolle über den anderen“, schildert Dorothee Steinbauer.

Venus im Pelz
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Sie selbst habe sich intensiv mit dem Stück auseinandergesetzt: „Es ist wirklich ein spannendes Stück, und ich bin froh, dass ich den Stoff nach drei Monaten loswerden kann. Da kommt die Spielfreude ins Spiel, und da wird man es dann endlich los, und das war mir noch nie so wichtig wie bei diesem Stück.“

Das Theaterstück rund um Regisseur Thomas und die mächtige Wanda ist derzeit im Grazer Cafe Kaiserfeld zu sehen.

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