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DI | 09.02 | 22:34
Lachen ist gesund (Bild: www.hoho-haha.de)
Für Herz und Hirn
Lachen ist gesund!
Lachen verbessert die Stimmung nicht nur momentan: Laut einer Studie am Institut für Psychologie an der Universität Graz verbessert regelmäßiges herzhaftes Lachen über einen längeren Zeitraum hinweg die Gemütslage nachhaltig.

Fröhlich im Dienste der Wissenschaft
In den letzten Monaten praktizierten 25 Studierende im Dienste der Wissenschaft Fröhlichkeit: Drei Wochen lang trafen sie sich unter Anleitung der Psychologin Illona Papousek täglich zu einer halben Stunde "Lach-Yoga". Ziel war es, die Auswirkungen von regelmäßigen Heiterkeitsausbrüchen auf das Wohlbefinden, das Gehirn und das Herz zu erforschen.
Die Grazer Studie zeigte bei den "Testlachern" auch eine längerfristige Blutdrucksenkung. "Entspannter, gelassener, heiterer"
"In der Gruppe, die das Training absolvierte, war die Grundstimmung nach der dreiwöchigen Trainingsphase in beeindruckendem Ausmaß verbessert", resümiert Papousek. Die Teilnehmer beurteilten sich selbst überwiegend als "entspannter, gelassener, heiterer" und gaben an, sich "frischer" und "weniger ängstlich" zu fühlen.

Veränderung in der Hirnaktivität
Die Grazer Studie brachte aber auch noch weitere interessante Details zu Tage: Jene Testpersonen, die eine heitere Videosequenz vorgespielt bekamen und lachten, zeigten bei Hirnstrommessungen - im Vergleich zu emotional neutralem Filmmaterial - eine Verschiebung der Hirnaktivität des so genannten frontopolaren Bereich des Gehirns nach rechts.
"Eine solche Verschiebung lässt sich immer dann beobachten, wenn sich die Stimmung verbessert", so Papousek.
Gute Laune trainieren
Bei jenen Teilnehmern, die regelmäßig herzlich gelacht hatten, bewirkte die Erheiterung, dass die Aktivitätsverschiebung im vorderen Gehirnareal dauerhaft wurde. "Der Schluss, dass durch regelmäßiges intensives Lachen eine positive Grundstimmung trainiert werden kann, erhält durch dieses Ergebnis eine objektive neurophysiologische Bestätigung", so Papousek.
Ähnliche Ergebnisse hatte Papousek bereits zu Jahresbeginn im Rahmen einer Studie mit Schlaganfallpatienten in Rehabilitation erzielt.