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Immer mehr sind ausgebrannt
Immer mehr Menschen erkranken am Burnout-Syndrom - einem körperlichen und geistigen Erschöpfungsgefühl, das bis zur Arbeitsunfähigkeit führen kann. Mit einfachen Übungen kann man vorbeugen.
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Fast eineinhalb Millionen Österreicher leiden am Burnout-Syndrom oder sind davon gefährdet; betroffen sind immer mehr jüngere Menschen.
"Perfektionismus und Zeit-Stress"
Die Gründe dafür sind vielseitig, erklärt die Therapeutin Gertraud Krobath: "Es kann der Perfektionismus eine große Rolle spielen, der zu einem emotionalen Stress führen kann, der wieder sehr stark auf den Körper wirkt; aber auch der zeitliche Stress tut seines dazu. Die Zeit wird immer schnelllebiger, und viele Menschen glauben, dass sie da mit müssen, in einem Tempo aber, das ihnen nicht gut tut", so Krobath.
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Betroffene stoßen immer häufiger an die Grenzen ihrer Arbeitsfähigkeit. |
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Eine Krankheit des 21. Jahrhunderts
Das Ausgebranntsein ist meist die Folge längerer beruflicher Überbeanspruchung und anderer auch seelischer Belastungen - eine Krankheit des 21. Jahrhunderts, die oft als "Erschöpfungskrankheit" bezeichnet wird, bei der Betroffene an die Grenzen ihrer Arbeitsfähigkeit stoßen.
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Ihr ganz persönlicher Stresspegel
Stress ist ein sehr diffuses Gefühl, viele verdrängen es; oft kann nicht mal genau gesagt werden, wodurch er eigentlich ausgelöst wird - kein Wunder, denn Stress entsteht aus einer Vielzahl verschiedener Faktoren.
Ein paar einfache Fragen geben einen Überblick über Ihren ganz persönlichen Stresspegel.
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Zwölf Schritte bis zum Burnout
Der amerikanische Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger beobachtete das Burnout-Syndrom erstmals in den 70er-Jahren - damals waren vor allem Personen betroffen, die in so genannten Helferberufen arbeiteten.
Er beschreibt die Phasen des Burnout's als einen Burnout-Zyklus. Die Stadien treten nicht immer genau in der gezeigten Reihenfolge auf, sie kennzeichnen aber häufig vorkommende Schritte des Burnout-Syndroms.
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Häufiger Einstiegsfaktor in den Burnout-Zyklus ist übertriebener Ehrgeiz.
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Im fortgeschrittenen Stadium allerdings vergeht ein Burnout-Syndrom nicht einfach wieder. |
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Was tun, wenn man erkrankt?
Patienten mit Burnout-Syndrom müssen durch professionelle Hilfe unterstützt werden. In den Anfangsphasen können teilweise noch ausgedehnte Erholung - etwa in Form einer Kur - oder ein Arbeitsplatzwechsel ausreichend Hilfe leisten. Im fortgeschrittenen Stadium allerdings vergeht ein Burnout-Syndrom nicht einfach wieder.
Die Betroffenen werden in einer gezielten Psychotherapie behandelt, die helfen soll, die eigene Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen und zukünftige Leistungsanforderungen realistischer zu stellen, damit künftige Überforderungen verringert werden.
Eine angemessene und eher intensivierte psychopharmakologische Behandlung mit Antidepressiva ist in den meisten Fällen unumgänglich.
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Tipps und Tricks gegen Alltagsstress
Man kann aber auch einiges tun, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Der Grazer Psychologe Alois Kogler hat für Radio Steiermark einige Tipps und Tricks zusammengestellt, um krankmachendem Alltagsstress vorzubeugen; hier können Sie diese Tipps nachhören.
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Gesprächs- und Massagetherapie
Auch die Heiltherme Bad Waltersdorf bietet eine vorbeugende Therapie an. In einer Kombination aus Gesprächs- und Massagetherapie soll der Betroffene aus seinem Alltag gerissen werden und ihm die Freude am Leben und vor allem an sich selbst wieder gegeben werden.
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An der Auswahl der Massage lässt sich viel erkennen, meint die Therapeutin Gertraud Krobath: "Viele Menschen gehen sehr hart mit sich selbst um, tragen auch für andere sehr viel, wenn sie selbst noch nicht genug haben, und dementsprechend haben sie dann auch die Massagen. Harte, klassische Massagen, sie haben dann auch Angst vor sanfteren Massagen, weil sie das nicht gewohnt sind". |
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Krankenkassa zahlt nichts
Die Kosten für Massagen und Gesprächstherapie muss jeder betroffene Burnout-Patient selbst übernehmen - die Krankenkassen zahlen - zumindest derzeit - noch nichts.
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steiermark.ORF.at - Magazin
Der "seelische Infarkt" wird für immer mehr Menschen zu einer echten Lebenskrise: Sieben bis zehn Prozent der Österreicher sind vom so genannten Burnout bedroht.
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