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SA | 21.11 | 14:01
Ausschnitt "Backstage Pass " (Bild: www.theateramlend.at)
Christina Medina tanzt in Graz
In Graz kommen in den nächsten Tagen mehrere Tanzprojekte zur Aufführung. Eines davon ist "Backstage Pass", eine Arbeit von Cristina Medina, die zusammen mit Thomas Melde in Graz "@tendance" gegründet hat.
Die Choreographie spielt mit Elementen wie Licht, Sound und Komposition. "Backstage Pass" gibt Einblick
"Backstage Pass" ist ein interaktives Programm in Zusammenarbeit mit dem Theater am Lend, das durch einen Mix aus zeitgenössischen Tanzsequenzen und Kurzstücken Einblick in die choreographische Arbeit gewährt.

Es spielt mit elementaren technischen Komponenten wie Licht, Sound und Komposition und gibt dem Publikum die Möglichkeit, in die Rolle des Choreographen zu schlüpfen und diese Elemente zu etwas Neuem zusammenzubauen.
Medina wurde auf den Philippinen geboren und wuchs in Kanada auf. Tanzstile der verschiedenen Kontinente
Die ungewöhnliche Mischung aus Tanzstilen verschiedener Kontinente, wie sie für Medinas Arbeiten typisch ist, ist nicht zuletzt auf die Biografie der Tänzerin zurückzuführen: Geboren auf den Philippinen, wuchs die Künstlerin im kanadischen Winnipeg auf, wo sie auch ihre Ballettausbildung absolvierte.
School of Contemporary Dancers
Sie tanzte zehn Jahre in Compagnien wie "Ruth Cansfield Dance" und "Winnipeg's Contemporary Dancers Company" und war nebenbei bereits in der freien Szene tätig. Ihre Vorliebe für zeitgenössischen Tanz hat begonnen, "als ich die 'School of Contemporary Dancers' entdeckte, und zwar genau in der Stadt, in der ich lebte", schilderte Christina Medina. Bei ihrer neuesten Arbeit sind auch Mitglieder der "School of Contemporary Dancers" zu sehen.
Medina tanzte weiter. Drohendes Karriereaus durch Knieverletzung
Eine Knieverletzung drohte zwischendurch, die Karriere zu beenden, die Heilung dauerte über ein Jahr. Trotzdem wurde sie damals bei den Winnipeg's Contemporary Dancers engagiert: "Sie gaben mir diese Chance, obwohl der Direktor nicht wusste, ob mein Knie das aushalten würde". Es hielt, und Medina tanzte unbeirrbar weiter.
Graz wurde zur neuen Heimat
2002 kam sie zum ersten Mal nach Graz. Sie blieb immer öfter hier, und sah schließlich nur den Weg, "entweder wegzugehen und die Karriere woanders fortzusetzen oder zu versuchen, hier professionell zu arbeiten." Sie entschied, hierzubleiben, sah aber keine Möglichkeit, irgendwo als zeitgenössische Tänzerin unterzukommen. Also entwickelte sie ihre eigenen Choreographien und versuchte, sich in der Tanzszene zu etablieren.
"Ich versuche, so klare Choreographien wie möglich zu entwerfen." Eigene Compagnie mit "@tendance"
Mit ihrem Partner Thomas Melde gründete Cristina Medina 2006 schließlich "@tendance" und ist nun bemüht, ständig neue Dinge in ihre Arbeiten einfließen zu lassen. "Ich versuche, so klare Choreographien wie möglich zu entwerfen, daher ist eine verfeinerte Tanzsprache für mich wichtig. Dabei versuche ich Bewegungen zu suchen und zu erfinden, die Einflüsse von Nordamerika, Europa und Asien aufweisen", schilderte die Künstlerin.