Internetkriminalität stark im Steigen

Internetkriminalität nimmt immer mehr zu: Betrügereien mit Kreditkarten oder Phishingmails sind mittlerweile tägliches Brot der Polizisten. In der Steiermark wurden daher im letzten Jahr Polizisten zu Internet-Spezialisten ausgebildet.

Die jüngste Kriminalitätsstatistik weist für die Steiermark einen leichten Anstieg aus - mehr dazu in Kriminalitätsrate leicht angestiegen. Cyber-Kriminalität wird darin zwar noch nicht extra ausgewiesen, aber dennoch ist sie spürbar im Steigen.

Die Beamten wurden auf IT-Sicherheit, Datenschutz, Kriminalprävention sowie auf aktuelle Bedrohungsszenarien und Lösungsansätze geschult.

„Soko Cyber-Crime“

In der Steiermark kümmert sich eine rund 30 Mann starke Polizeitruppe um alle Straftaten mit Internetbeteiligung - darunter fallen Bestellbetrügereien und Kreditkartenbetrug ebenso wie das Eindringen in fremde Informationssysteme oder Phishingmails, in denen etwa Lottogewinne oder Erbschaften versprochen werden.

Internetkriminalität

APA/Helmut Fohringer

Im Rahmen der „Vital-Ferien-Heirat“-Messe in Graz informiert die Polizei auf einem eigenen Infostand im Erdgeschoß der Halle A über Einbruchschutz und aktuelle Themen wie Internetkriminalität

Internationalisierung der Kriminalität

Internet-Kriminalität ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft, sagt Richard Fetz vom Landespolizeikommando: „Es ist tatsächlich reagiert worden, es sind österreichweit 300 Beamte im Bereich Internetkriminalität ausgebildet worden. Die sitzen in den Polizeiinspektionen in den Bezirken, in den Stadtpolizeikommanden und kümmern sich um diese Anzeigen.“

Das Internet trägt zudem seit Jahren zu einer zunehmenden Internationalisierung der Kriminalität bei: Tätergruppen, die in der Steiermark aktiv sind, können theoretisch von Moldawien, Afrika oder Indonesien aus operieren, weshalb auch grenzübergreifende Zusammenarbeit einen immer höheren Stellenwert bekommt.

Grenzüberschreitende Kooperationen

Dazu gibt es in der Steiermark etwa seit Jahren eine enge Kooperation mit Slowenien, sagt der stellvertretende Sicherheitsdirektor Karl Archan: „Sagen wir, es ist in Marburg ein Banküberfall, das ist durchgespielt worden. Die Polizisten können in Slowenien einschreiten und auch umgekehrt, das kam das eine oder andere Mal bereits vor.“ Noch heuer soll es eine ähnlich enge Zusammenarbeit mit Ungarn speziell in den grenznahen Regionen geben.