Starker Anstieg bei Schlichtungen

Bei der Gleichbehandlungsstelle des Landes hat man im letzten Jahr so viele Schlichtungsverfahren durchgeführt, wie in den drei Jahren davor zusammen. Meist ging es dabei um Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder einer Behinderung.

Handschlag

APA/ Gero Breloer

34 Mal konnte durch Mediation oder Schlichtung ein Problem am Arbeitsplatz gelöst werden

505 Frauen und Männer suchten 2011 den Rat oder die Hilfe der Gleichbehandlungsbeauftragten, drei Viertel von ihnen waren Frauen. Für die Mitarbeiter der Gleichbehandlungsstelle gilt die Schweigepflicht.

Diskriminierung und Mobbing im Job

Einen deutlichen Anstieg gab es bei den Schlichtungsfällen: 34 Mal konnte durch Mediation oder Schlichtung ein Problem am Arbeitsplatz gelöst werden, sagt Sabine Schulze-Bauer, Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes: „Wenn zum Beispiel jemand sich durch bestimmte Handlungen gemobbt oder diskriminiert fühlt. Wir versuchen dann, mit dem betroffenen Team, mit dem Vorgesetzten etwas zu vereinbaren, sodass das ganze Team und der Betroffene wieder ein gutes Arbeitsklima haben.“

Alle Schlichtungsverfahren konnten positiv erledigt werden. Kein einziger Fall musste zur Landesgleichbehandlungskommission weitergeleitet werden.

Zunehmende Sensibilisierung

Die Verdreifachung bei den Schlichtungsverfahren führt Schulze-Bauer auf die zunehmende Sensibilisierung beim Thema Gleichbehandlung zurück: „Nicht deshalb, weil es mehr Fälle gibt, sondern weil wir bekannter werden, die Leute bewusster mit dem Thema umgehen und es auch aufzeigen.“ Die Gleichbehandlungsbeauftragte rechnet aus diesem Grund mit einem weiteren Anstieg der Fälle.

Seit 2004 können Mitarbeiter des Landes, der Gemeinden, der Pflichtschulen und der KAGes bei der Gleichbehandlungsstelle ihre Sorgen loswerden. Sie steht aber auch all jenen zu Verfügung, die sich durch Landes- oder Gemeindemitarbeiter diskriminiert fühlen, insbesondere im Gesundheits-, Sozial oder Bildungsbereich.

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