Die Formel 1 in Österreich von 1964 bis heute

Im Juli 2014 soll es wieder einen Grand Prix von Österreich geben - der letzte WM-Lauf der Formel 1 fand 2003 statt. Seit dem ersten Rennen 1964 veränderten sich nicht nur Fahrzeuge und Regeln, sondern auch die finanzielle Situation.

Der erste Grand Prix in Österreich fand 1964 noch auf dem Gelände des Militärflugplatzes in Zeltweg statt; von 1970 bis 1987 drehten die Formel 1-Boliden ihre Runden auf dem Österreichring - in dieser Zeit starten Helmut Marko und Niki Lauda ihre Formel 1-Karriere.

1985: Sieg von Niki Lauda

Beim 13. Grand Prix im August 1975 verunglückte ein Fahrer im Warm-up tödlich und riss auch einen Streckenposten mit in den Tod. Zehn Jahre später - im Jahr 1985 - feierte dann Niki Lauda den ersten und bisher einzigen Heimsieg; Gerhard Berger gab im selben Jahr sein Formel 1-Debüt.

1987: Erste Pause

1987 verabschiedete sich die Formel 1 zum ersten Mal aus Österreich - die Strecke war nicht mehr zeitgemäß. Mitte der 90er-Jahre wurde die Strecke völlig umgebaut und in „A1 Ring“ umbenannt. Zwischendurch wurde das Gelände für Open-Air-Konzerte genutzt, 1995 baute der ÖAMTC dort ein Fahrtechnikzentrum.

1997 bis 2003: Erneut Rennen in Österreich

Von 1997 bis 2003 stand dann wieder der Grand Prix von Österreich im Kalender der Formel 1. Der bislang letzte - insgesamt waren es bis dahin 25 - wurde am 18. Mai 2003 ausgetragen - die Formel 1 wurde für Österreich zu teuer.

2003: Proteste gegen Ring-Umbau

Schon damals wollte Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz einspringen und Milliarden in den Motorsportstandort investieren - Proteste der Bewohner im Jahr 2003 und ein negativer Umweltbescheid 2004 machten ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Mit großem landespolitischen Anschub wurde das Projekt - wieder mit Mateschitz - als „Projekt Spielberg Neu“ reanimiert - um 100 bis 150 Millionen Euro soll eine Prüf-, Test- und Incentivestrecke gebaut werden.

2005: Politikunterstützung für Mateschitz

Im Zuge der Landtagswahl 2005 machte sich auch die Politik für das Projekt stark. Red Bull, KTM, Magna und VW unterzeichneten Absichtserklärungen für Finanzierung, Durchführung und Inbetriebnahme, 2008 bestätigte der Umweltsenat den positiven UVP-Bescheid. Die Umsetzung war dennoch nicht sicher.

2011: Eröffnung des Red Bull-Rings

Am 15. Mai 2011 wurde dann der Red Bull-Ring in einer „abgespeckten“ Variante eröffnet. Mateschitz soll rund 200 Millionen Euro in das Projekt Spielberg investiert haben - dazu gehört nicht nur die Rennstrecke, sondern auch die touristische Infrastruktur. Von öffentlicher Hand sollen bisher rund 7,5 Millionen Euro geflossen sein.

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Seit 2011 ist auch das Deutsche Tourenwagen-Masters Stammgast in der Steiermark: Im Vorjahr lockten die Rennsport- und Konzertveranstaltungen mehr als 100.000 Besucher nach Spielberg. Laut einer Studie aus dem Vorjahr bringt das Projekt Spielberg der Region rund ums Aichfeld eine Wertschöpfung von rund 43 Millionen Euro - mehr dazu auch in Projekt Spielberg bringt Region Millionen (30.10.2012).

2013: Ankündigung für Grand Prix in Österreich

Am 23. Juli 2013 kündigeten Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz und Bernie Ecclestone an, dass Spielberg 2014 (bis 2020) wieder im Formel 1-Rennkalender zu finden sein wird, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen - mehr dazu auch in Formel 1 feiert Comeback in Österreich und in Letzte Genehmigungen fehlen noch (sport.ORF.at).

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