Wo Lehrer das Glück lernen

Seit 2009 wird in der Steiermark „Glück“ unterrichtet, nun soll es österreichweit in die Schulen gebracht werden. Im März startet die erste Weiterbildung, bei der Lehrer lernen sollen, wie sie die Lebensfreude fördern können.

Unterricht in einer Schulklasse, Kinder zeigen auf.

ORF

Die Pädagogen sollen lernen, wie sie Lebensfreude und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler fördern können

In dem 18-tägigen Lehrgang (Kosten: 2.400 Euro) erleben die Pädagogen selbst die inhaltlichen und didaktischen Grundlagen, durch die sie im Unterricht die Schüler schrittweise zu Selbstwahrnehmung, kooperativem Umgang mit anderen, Selbstmotivation und einer positiven Lebenshaltung führen sollen.

Auf der Suche nach dem Glück

Indem die Lehrer alle praktischen Übungen selbst durchführten, machten sie sich auch selbst „auf die Suche nach Glück“. Für den ersten Lehrgang rechne die Initiative mit 15 Teilnehmern, sagt die Mitbegründerin der „Initiative Schulfach Glück Österreich“, Margot Maaß.

Die Schule zur „angstfreien Zone“ machen

Die erlernten Methoden könnten dabei nicht nur in einem eigenen (Wahl-)Fach, sondern auch bei Projekttagen, in anderen Unterrichtsgegenständen oder fächerübergreifend eingesetzt werden, betont Maaß. Es gehe um eine neue Haltung, einen neuen Zugang gegenüber den Schülern: „Es wird höchste Zeit, dass Schule zur angstfreien Zone wird.“

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Der Lehrgang wird in Kooperation mit dem Fritz-Schubert-Institut angeboten. Der Namensgeber, früher Leiter der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg, hat 2007 mit einem Kompetenzteam „auf Basis wissenschaftlich anerkannter Methoden der Psychologie und Philosophie“ ein „Schulfach Glück“ entwickelt, heißt es vonseiten der Initiative. In der Steiermark wurde 2009 an sechs Schulen ein Pilotprojekt zum Unterricht von „Glück“ gestartet, mittlerweile wird es an 130 Standorten in verschiedenen Formen angeboten.

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