Polizei zerschlägt Suchtmittelring

Die Ermittler der Polizeiinspektion Leibnitz konnten einen Suchtmittelring zerschlagen. Sieben Personen im Alter von 23 bis 49 Jahren wurden angezeigt, rund 50 Abnehmer der Suchtmittel konnten ausgeforscht werden.

Umfangreiche Ermittlungen der Suchtmittelgruppe der Polizeiinspektion Leibnitz in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Steiermark führten zur Zerschlagung eines Suchtmittelringes. Seit 2012 sollen die sieben ausgeforschten Personen Marihuana, XTC und Speed aus Slowenien nach Österreich geschmuggelt haben.

Die Ermittler konnten den Verkauf folgender Drogen nachweisen:

  • 13 Kilogramm Marihuana
  • 7,5 Gramm Kokain
  • 210 Gramm Amphetamin
  • 25 Gramm MDMA (Partydroge)
  • 215 Gramm Haschisch
  • 10 Gramm Haschisch-Öl
  • 150 Stück XTC-Tabletten (Ecstasy)
  • 20 Gramm „Magic Mushrooms“

Gastarbeiter schmuggelte Marihuana

Außerdem wird ihnen die Erzeugung von Marihuana durch In- und Outdooranlagen sowie der gewinnbringende Verkauf verschiedener Suchtmittel vorgeworfen. Die Suchtmittel sollen einerseits aus Slowenien nach Österreich geschmuggelt worden sein, andererseits aber auch in der Südsteiermark erzeugt worden sein. Danach wurden sie im Großraum Graz in Verkehr gesetzt.

Marihuana soll beispielsweise von einem 42-jährigen slowenischen Gastarbeiter im Rahmen seiner Arbeitsfahrten von Maribor nach Graz geschmuggelt worden sein. Zwei der Verdächtigen werden beschuldigt, insgesamt sechs Kilogramm Marihuana, rund 200 XTC-Tabletten, 100 Gramm Amphetamin sowie drei Gramm Kokain über die Bundesgrenze nach Österreich geschmuggelt zu haben.

Rund 50 Abnehmer bereits ausgeforscht

Der Verkauf von rund 13 Kilogramm Marihuana, 7,5 Gramm Kokain, 210 Gramm Amphetamin und weiteren Suchtmitteln konnte nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um einen Straßenverkaufswert von rund 140.000 Euro.

Bei zehn durchgeführten Hausdurchsuchungen konnten fünf Indoor-Anlagen sowie 650 Gramm Marihuana vorgefunden und sichergestellt werden. Ein Verdächtiger wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert, die restlichen Verdächtigen wurden auf freiem Fuß angezeigt. Bis dato konnten rund 50 Abnehmer im Alter von 17 bis 30 Jahren ausgeforscht werden. Die Befragungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.