Nach Datendiebstahl: Anlaufstelle bei Uni Graz

Nach dem Bekanntwerden eines Datendiebstahls hat die Grazer Universität eine Anlaufstelle für verunsicherte Universitätsangehörige und eine Website mit Informationen zum IT-Datenschutz eingerichtet.

Laut Uni-Angaben meldeten sich seit Ende Dezember fünf Universitätsangehörige, die konkret wissen wollten, ob für ihre Daten ein Verdacht auf unautorisierten Zugriff besteht. Ab sofort können Studierende, Mitarbeiter oder Absolventen, die meinen, vom Datendiebstahl betroffen zu sein, mittels Online-Formular mit der Universität Graz diesbezüglich in Kontakt treten - nach eingehender Prüfung erfolge persönlich eine Benachrichtigung, ob im jeweiligen Fall der Verdacht eines Datendiebstahls besteht.

„Nehmen Thema sehr ernst“

„Wir nehmen das Thema sehr ernst und wollen auch, dass alle Uni-Angehörigen wissen, was Sache ist“, betonte Vizerektor Peter Riedler am Montag. Um ähnlichen Vorfällen in Zukunft vorzubeugen, gehe es auch darum, dass die Mitarbeiter und Studierenden für einen sorgsamen Umgang mit Accounts und Passwörtern sensibilisiert werden. Zusätzlich lasse die Universität nun auch von außen beurteilen, wie zuverlässig die Informationssicherheitsmaßnahmen an der Universität sind: „Wir glauben, dass wir technisch sehr gut gerüstet sind“, hielt Riedler fest.

Keine sensiblen Daten nach außen gelangt

An der Grazer Universität mit ihren rund 32.000 Studierenden und an die 4.100 Mitarbeitern wurde Ende des Vorjahres bekannt, dass in der Vergangenheit Daten im Ausmaß von rund 50 GB aus dem IT-System entwendet worden waren. Dabei habe es sich vor allem um Daten aus dem Zeitraum 2011 bis 2013 gehandelt, so der Vizerektor rückblickend - mehr dazu in Computerdateien von Uniprofessorin gestohlen (8.1.2016).

Sicher sei, dass keine sensiblen Finanz- oder Forschungsdaten bzw. personenbezogene Daten im großen Stil nach außen gelangt seien und zentrale Systeme, wie etwa die Personalabteilung oder die Studien- und Prüfungsabteilung, nicht angegriffen wurden. Nach ersten Analysen durch hausinterne IT-Experten wird vermutet, dass es sich um PC-Zugriffe von Geräten am Uni-Campus selbst handelte. Die Universität brachte den Datendiebstahl zur Anzeige, die Ermittlungen laufen noch.

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