Nach Brand am Samstag: Produktion läft wieder

Das am Samstag ausgebrochene Feuer in einem Autozulieferbetrieb in Altenmarkt im Bezirk Liezen ist nun endgültig gelöscht. Mit der Produktion wurde bereits am Montag wieder begonnen.

„Unser Ziel ist, dass in jenen Bereichen, die nicht sehr stark vom Brand betroffen waren, so rasch wie möglich wieder die Produktion aufgenommen werden kann“, so Unternehmenssprecher Beat Römer Montagvormittag - gesagt, getan: Damit konnten 80 Prozent des Produktionsvolumens sichergestellt werden, wie Römer mitteilte - und: „Die Abklärungen für Ersatzlösungen des restlichen Produktionsvolumens laufen.“

Endgültiges „Brand aus“ am Dienstag

Am Dienstag erst konnte endgültiges „Brand aus“ gegeben werden - die Löscharbeiten gestalteten sich laut Feuerwehrsprecher Christoph Schlüßlmayr schwierig, da auch für die Autoteile verwendetes Magnesium in Brand geraten war.

„Die Leute sind vor Ort und machen sich so gut es geht an die Aufräumarbeiten“, so Römer, der schätzt, dass der Gesamtschaden in Millionenhöhe geht. So bedankte sich der Geschäftsführer des betroffenen Unternehmens - der Georg Fischer GmbH Altenmarkt - Christian Heigl bei den mehr als 300 Einsatzkräften mit dem Wissen, dass größerer Schaden verhindert werden konnte. Wie das Bereichsfeuerwehrskommando am Diesntag mitteilte, war es einer der langwierigsten Industriebrandeinsätze im Bezirk Liezen.

Alle Mitarbeiter können ihre Jobs behalten, und auch das Land Steiermark wird sich laut Finanzlandesrat Christian Buchmann (ÖVP) bei der Unterstützung des Unternehmens beteiligen.

Absauganlage explodiert

Das Feuer war am Samstag nach der Explosion einer Absauganlage ausgebrochen. Demnach kam es laut dem Landeskriminalamt Steiermark zu einer Entzündung von Magnesiumpulver, das in der Produktionshalle verarbeitet wird. Zwei Arbeiter wurden verletzt, insgesamt drei Gebäude in Mitleidenschaft gezogen; bei einem stürzte das Dach ein - mehr dazu in Großbrand in Altenmarkt: Hallen in Flammen.

Eine genaue Ursache werde seitens der Polizei wohl nicht vor kommender Woche ausgeforscht sein: Ermittler Wolfgang Maier erklärte am Dienstag, dass noch Befragungen und „kriminalistische Kleinarbeit“ nötig seien. Der Gutachter wird seine Arbeit sogar erst in mehreren Wochen abschließen können.

Die Georg Fischer GmbH Altenmark stellt Gussteile aus Aluminium- und Magnesiumdruckguss für die Automobilindustrie her. Zu den Aluminiumbauteilen gehören unter anderem Ölwannen sowie Zylinderkopfhauben. An Magnesiumbauteilen werden unter anderem Türinnenteile, Konsolen und Verdeckteile hergestellt. Der Autoteile-Hersteller beschäftigt laut Website rund 600 Mitarbeiter und gehört zur international tätigen Schweizer GF Automotive AG.