Verdacht sexueller Belästigung in Kaserne

Die Staatsanwaltschaft Leoben ermittelt gegen zwei Soldaten der Kaserne im obersteirischen St. Michael: Einer soll eine junge Frau sexuell belästigt haben, beiden wird zudem Mobbing vorgeworfen.

Das Ermittlungsverfahren ist seit Jänner bei der Staatsanwaltschaft anhängig, erklärte die Behörde am Donnerstag, stellte jedoch klar, dass nur einer der beiden Männer der sexuellen Belästigung verdächtigt wird: Primär ist von anzüglichen Bemerkungen die Rede, doch auch eine körperliche Berührung könnte stattgefunden haben.

Mobbing und Missbrauch der Dienststellung

Beide Soldaten sollen aber Lehrlinge gemobbt und beschimpft haben; außerdem ließen sie von den Auszubildenden private Arbeiten im Dienst erledigen, so der Vorwurf - deshalb besteht der Verdacht des Missbrauchs der Dienststellung sowie der entwürdigenden Behandlung nach den Paragrafen 35 und 36 des Militärstrafgesetzes. Nun soll die Polizei mit Erhebungen betraut werden. Die verdächtigen Männer wurden vorerst bei reduzierten Bezügen vom Dienst suspendiert. Ein Abschlussbericht sei nicht vor Ende April zu erwarten.

Drogen, gefährliche Drohung und versuchte Vergewaltigung - derartige Vorkommnisse im Mai 2015 in der Kaserne Zeltweg führten zu umfangreichen Konsequenzen - mehr dazu in Drogen in Kaserne: Heer zieht Konsequenzen (28.7.2015).

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