201.589 Besucher fieberten bei Moto GP mit

Zum zweiten Mal hat die Motorrad-WM am vergangenen Wochenende am Red Bull Ring in Spielberg gastiert. Insgesamt wurden von den Veranstaltern 201.589 Zuschauer an drei Tagen gezählt - alleine am Renntag kamen 90.411.

In einer spannenden Entscheidung duellierten sich der Italiener Andrea Dovizioso und der spanische WM-Leader Marc Marquez am Sonntag bis auf die letzten Meter.

Sendungshinweis vom 13.8.2017

„Steiermark heute“-Reporter Christian Prates fasst die Highlights der Moto GP 2017 zusammen

Schließlich war es Dovizioso, der auf seiner Ducati den dritten Saisonsieg einfuhr - mehr dazu in Moto GP: Dovizioso gewinnt Herzschlagfinale (13.8.2017).

Dovizioso

APA/ERWIN SCHERIAU

Andrea Dovizioso ist der strahlende Sieger der Moto GP 2017 in Spielberg

In den restlichen beiden Klassen feierten jeweils die WM-Führenden ihre bereits siebenten Saisonsiege: In der Moto 2 war das der Italiener Franco Morbidelli vor Alex Marquez und Tom Lüthi.

Kurios: Die FIM bestrafte gleich 24 Moto-3-Fahrer mit einer Geldstrafe von jeweils 500 Euro, weil sie am Samstag im Qualifying zu langsam gefahren waren!

In der Moto 3 setzte sich Joan Mir von der vierten Reihe aus vor Pilipp Öttl und Jorge Martin durch - mehr dazu in Siebter Streich für Mir in Moto 3 (13.8.2017). Der österreichische Wildcard-Fahrer Max Kofler (16) landete bei seiner WM-Premiere auf Platz 23 - mehr dazu in Spielberg: 16-jähriger Lokalmatador am Start (11.8.2017).

Fans bei der Moto GP 2017

APA / Erwin Scheriau

201.589 Besucher fieberten bei der Motorrad-WM mit

Insgesamt wurden von den Veranstaltern 201.589 Zuschauer an drei Tagen gezählt - alleine am Renntag kamen 90.411. Im Vorjahr bei der Rückkehr der MotoGP waren es in vier Tagen 216.000 und am Renntag 95.000 gewesen - mehr dazu in Erfolgreiches Comeback der MotoGP (13.8.2017).

„Zahl ist ein absoluter Hammer!“

Auch wenn man somit heuer weniger Besucher verzeichnete, ist die Freude bei den Veranstaltern groß, so Philipp Berkessy vom Projekt Spielberg: „Wir waren knapp dran und die Zahl ist ein absoluter Hammer. Wir sind erneut einer der stärksten Grand Prixs in der Saison und ich glaube einfach, es ist eine Paarung aus dem, was geboten wird, und vor allem dem Sport auf der Strecke. Denn der ist so spannend, dass die Fans wieder den Weg hierher gefunden haben - und das wirklich in ausgesprochen starker Zahl.“

Fahnenflug

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Neben dem Motorradsport wurde den Fans auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Stuntshows oder Konzerten im gut besuchten Fan-Village geboten

Im Zuge einer ersten Bilanz geben sich auch die Touristiker zufrieden: Die Fans sorgten für volle Campingplätze sowie ausgebuchte Hotels und Beherbergungsbetriebe. Auch die Wirte freuen sich über ein gutes Geschäft. So wurden beispielsweise von einem Gastronomie-Großhändler 95.000 Paar Frankfurter, 150.000 Getränke und 20.000 Liter Bier vom Fass angeliefert.

Wertschöpfungseffekte von 72 Millionen Euro

Für Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer ist der Red Bull Ring nicht nur wegen der Moto GP ein unvergleichlicher Wirtschaftsfaktor: „Das ist unersetzbar und unbezahlbar. Spielberg zieht immer mehr Menschen an. Spielberg - und damit die Steiermark - ist Didi Mateschitz zu großem Dank verpflichtet. Ohne ihn hätten wir das nicht.“

Interessant: Alleine am Sonntag waren in der Zeit zwischen 7.00 Uhr 11.00 Uhr über 3.000 Fahrzeuge pro Stunde auf den Parklätzen untergebracht. Alle Autos des gesamten Tages zusammen ergäben eine Autoschlange von 65 Kilometern.

Laut einer Studie des Landes soll der Red Bull Ring mit seinen Veranstaltungen pro Jahr für eine zusätzliche Wertschöpfung von 72 Millionen Euro in der Steiermark sorgen, wobei ein Großteil dieser Wertschöpfungseffekte der Region rund um Spielberg zugute kommen soll.

Friedliche Fans, planmäßige Anreisen

Nicht nur für Veranstalter, Fans und Sieger ging ein großes Rennwochenende zu Ende - auch die Bilanzen der Einsatzorganisationen zeigen sich positiv: So mussten laut Polizei nur einige wenige Diebstähle, Lärmerregungen und kleinere Suchtmittelanzeigen bearbeitet werden: Die Fans verhielten sich weitgehend friedlich; die Anreise sei planmäßig verlaufen.

Moto GP 2017

GEPA Pictures Red Bull Content Pool

Während es im Rennen heiß herging, blieb es um die Moto GP ruhig

Darüber hinaus gab es eine erfolgreiche Lebensrettung: Auf einem Campingplatz in Flatschach war ein 63-jähriger Niederösterreicher nach einem Herzinfarkt zusammengebrochen. Drei Polizisten reanimierten den Mann über zehn Minuten lang bis zum Eintreffen des Notarztes.

Lob für die Einsatzkräfte

Einsatzkommandant Günther Perger betonte in einer Aussendung am Sonntagabend, dass die Zusammenarbeit aller eingesetzten Polizeieinheiten - auch aus anderen Bundesländern - perfekt funktioniert habe. Auch Landespolizeidirektor Gerald Ortner sprach den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten seinen besonderen Dank aus.

Von links: Mag. Günther Perger, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka, Landespolizeidirektor Mag. Gerald Ortner und OBR Erwin Grangl mit Besuchern

Makowecz

Von links: Günther Perger, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Innenminister Wolfgang Sobotka, Landespolizeidirektor Gerald Ortner und OBR Erwin Grangl mit Besuchern

Innenminister Wolfgang Sobotka - mehr dazu in Sobotka kündigt Schwerpunktkontrollen an (13.8.2017) - bedankte sich ebenfalls vor Ort: „Die Veranstaltung war perfekt geplant und wurde vorbildlich umgesetzt. Gerade in solch herausfordernden Zeiten wie diesen ist das Aufrechterhalten der Sicherheit in unserem Land von größter Wichtigkeit." Der stellvertretende Bezirkshauptmann von Murtal, Peter Plöbst, erklärte: „Die Moto GP 2017 war eine friedliche und positiv gestimmte Veranstaltung. Wir sehen den geplanten weiteren Veranstaltungen, so auch dem Rolling Stones Konzert im September 2017, mit Freude entgegen."

484 Versorgungen des Roten Kreuzes

An den Veranstaltungstagen führte das Rote Kreuz insgesamt 484 Versorgungen durch - hauptsächlich Insektenstiche und Kreislaufbeschwerden. Besonders gefordert waren diesmal die Feuerwehren, die die Unwetterschäden um den Red Bull Ring beseitigten. Insgesamt gab es für sie 56 Einsätze.

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