Klimaschutzpreis für Labonca-Biohof

Verantwortungsvolle Tierhaltung und Verarbeitung der Schlachttiere im eigenen Weideschlachthaus - von der Schnauze bis zum Schwanz - dieses einzigartige Konzept brachte dem Labonca-Biohof den Klimaschutzpreis 2016.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 15.11.2016

Der Klimaschutzpreis in der Kategorie Landwirtschaft geht in die Steiermark - nach Burgau auf den Labonca-Biohof der Familie Hackl. Dort leben 500 Schweine sowie Hühner und Ennstaler Bergscheckenrinder, eine von Aussterben bedrohte alte Rasse. Alle Tiere werden im Freiland gehalten, mit Bio-Getreide und Erbsen gefüttert und dürfen ihre Grundbedürfnisse ausleben. Die Schlachtung der Tiere erfolgt - möglichst angstfrei - in einem eigenen Weideschlachthaus.

Klimaschutzpreis 2016 - Kategorie Landwirtschaft: Projekt Labonca Biohof

Norbert Hackl

Der Biohof Labonca bekommt den Klimaschutzpreis / Kategorie Landwirtschaft

Neue umweltfreundliche Wege auch beim Vertrieb

Das Bio-Fleisch wird teilweise im Betrieb in Burgau weiterverarbeitet und direkt an die Konsumenten verkauft beziehungsweise an Gastronomie- und Hotelleriebetriebe geliefert. Großer Wert wird darauf gelegt, wirklich alle Teile des Tieres – von der Schnauze bis zum Schwanz - zu verwerten. Auch beim Online-Versand wurden neue Maßstäbe gesetzt: Mehrweg-Isolierboxen mit wasserbefüllten Kühl-Akkus werden von der Post CO2-neutral zugestellt und wieder auf den Hof zurücktransportiert.

Und last but not least: Der Strom für den Betrieb kommt von einer großen Photovoltaikanlage, wenn nötig wird Ökostrom zugekauft.

Drei Nominierte aus der Steiermark

Ebenfalls nominiert waren zwei weitere steirische Unternehmen: die Firma Fischerauer aus Pischelsdorf mit ihrer nachhaltigen Essig- und Senfproduktion und der Grazer Baumeister Leitner, der sich unter anderem mit der Nachhaltigkeit bei der Sanierung von Gebäuden mit großem Energieverbrauch oder der Erhaltung alter Bausubstanzen auseinandersetzt - mehr dazu in Klimaschutzpreis 2016: Drei Steirer im Finale (6.10.2016).

Die Klimaschutzpreise 2016 wurden von Bundesminister Andrä Rupprechter (ÖVP) und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz überreicht.