Das Murkraftwerk auf der Theaterbühne

Das Grazer Murkraftwerk beleuchtet auf schräge Weise das Grazer Theater im Bahnhof: „Der Bau - wie mein katholischer Bürgermeister und sein nationaler Vize meine Stadt nachhaltig verändern“ nennt sich die jüngste Produktion.

Die Bühne im Theater im Bahnhof (TiB) ist diesmal zweigeteilt und zeigt im Vordergrund einen nach Graz gereisten Professor, der - wider Willen - ins aktuelle Geschehen der Stadt eintaucht; er sieht - im Hintergrund auf einer Videoeinspielung, die sozusagen im Hinterzimmer parallel gedreht wird - Bürgermeister und Vizebürgermeister im Bett liegen.

"Der Bau"

ORF

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 25.10.2017

„Es geht um mehr als um ein Bauwerk“

„Wir haben die beiden, die - glaub’ ich - im allgemeinen Bewusstsein ein klares Bild abgeben, mit zwei Frauen besetzt - es gibt dadurch sofort ein leichtes Wegrücken von einer Imitation“, sagt Regisseur Helmut Köpping. „Es geht nicht nur um dieses Bauwerk, sondern es geht auch um Politik, es geht um Demokratieverständnis, es geht um Engagement“, aber ohne auf die Politiker hinzuhauen.

ORF-Steiermark-Kulturredakteurin Ilse Amenitsch war bei der Generalprobe von „Der Bau“ mit dabei.

Gespeist wird das Stück aus vielen Gesprächen mit Grazern sowie Zitaten aus dem Gemeinderat: „Ohne dass man jetzt gleich sagt, die Bösen sind hier und die Guten sind da, Diskursräume herzustellen, einen Dialog zu schaffen und Begegnungen möglich zu machen - dafür kann man lustvoll mit Theater agieren“, so Köpping.

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