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"Dr. Tod" |
30.04.2006 |
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Steirischer SS-Arzt will Steuerreduktion
Die deutsche Justiz fahndet nach dem NS-Kriegsverbrecher Aribert Heim, einem Steirer, der wegen seiner Menschenversuche als "Dr. Tod" bekannt wurde. Nun ist man ihm in Chile auf die Spur gekommen.
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Grausame Menschenversuche
Aribert Heim wurde 1914 in Bad Radkersburg geboren, studierte in Wien Medizin und trat 1940 der Waffen-SS bei. In den Konzentrationslagern Mauthausen und Buchenwald soll er Insassen gefoltert und laut dem Simon-Wiesenthal-Zentrum Hunderte durch Herzinjektionen getötet haben, um die Leichen zu sezieren. Nach dem Krieg wurde Heim festgenommen, dann aber unter fragwürdigen Umständen freigelassen.
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Bis 1962 arbeitete er in Süddeutschland unbehelligt als Arzt. Weil dann Anklage gegen ihn erhoben wurde, floh er; er soll in Ägypten, Spanien, Brasilien und Uruguay gelebt haben - und jetzt eben in Chile.
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Antrag auf Steuerreduzierung gestellt
Vergangenes Jahr stießen deutsche Ermittler auf die Spur des mittlerweile 91-Jährigen, weil Heims Anwälte beim Finanzamt einen Antrag auf Verminderung der Vermögenssteuer stellten. Über das deutsche Rechtshilfe-Ansuchen muss nun der oberste Gerichtshof in Chile entscheiden, erst dann darf die Polizei ermitteln.
Einer der meistgesuchten NS-Verbrecher
Aribert Heim ist laut dem Simon-Wiesenthal-Zentrum nach dem Eichmann-Gehilfen Alois Brunner der meist gesuchte NS-Verbrecher weltweit. Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) kann sich auch die Aussetzung einer Ergreiferprämie vorstellen, wenn das Sinn macht - allerdings hat bereits das Landeskriminalamt Baden-Württemberg eine Belohnung von 130.000 Euro auf die Ergreifung von Aribert Heim ausgesetzt.
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steiermark.ORF.at; 16.10.05
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9.9.05
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Link:
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