Braunbärin mit drei Jungen gesichtet Die kleine österreichische Braunbärenpopulation hat Zuwachs erhalten. Experten des WWF haben im Haupt-Siedlungsgebiet zwischen Ötscher und Hochschwab eine Bärin mit ihren drei Jungen erspäht.
Die Bären halten sich dort seit Anfang Mai auf, teilte der WWF am Montag mit. Um welches Tier es sich bei der Mutter genau handelt, sei allerdings noch unklar.
Zuwanderung von Bären enorm wichtig Erst vor wenigen Wochen wurde in Bayern der "Problembär" Bruno abgeschossen. Für die kleine Bärenpopulation Österreichs mit ihren maximal 20 Tieren sind Nachwuchs und die Zuwanderung von Bären aus dem benachbarten Slowenien überlebenswichtig.
Nach Angaben der WWF- Bärenexpertin Beate Striebel haben die Braunbären in Österreich nur dann eine sichere Zukunft, wenn der Bestand den nächsten Jahren kontinuierlich zunimmt.
"Bären fühlen sich hier offenbar heimisch"
Die Jungen seien ein positives Zeichen, dass sich die Bären im österreichischen Alpenraum heimisch fühlen. Allerdings sei es für eine Entwarnung noch zu früh: "Die Ergebnisse des genetischen Untersuchungen zeigen ein durchaus Besorgnis erregendes Bild für Österreichs kleine Bärenpopulation", meint Striebel.
"Auf Dauer brauchen wir mehr Bären" "Die Populationsgröße und die Verbreitung sind demnach seit Mitte der 1990er Jahre bestenfalls stabil geblieben, auf Dauer brauchen wir aber mehr Bären", warnt die Artenschutzexpertin.
oesterreich.ORF.at; 6.7.06
Um die Zukunft wild lebender Braunbären ist es hier zu Lande nicht zum Besten bestellt, wie aus einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hervorgeht. Ohne "Einwanderer" werde die Population kaum überleben, sind Experten überzeugt.