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Gesundheit |
02.01.2009 |
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Rauchverbot: Erste Beschwerden in Graz
Seit 1. Jänner gilt in Österreich das neue Nichtraucherschutzgesetz. Die Steiermark ist bisher das erste Bundesland, in dem es Beschwerden wegen Missachtung gibt.
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Bislang gab es nur in der Steiermark Beschwerden, in den restlichen Bundesländern lagen am Freitag noch keine Anzeigen vor. |
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Vier Grazer Lokale betroffen
Bereits am ersten Tag nach Inkrafttreten des Rauchverbots in den heimischen Lokalen sind bei der Behörde die ersten Beschwerden wegen Missachtung des neuen Tabakgesetzes eingelangt. In Graz wurden bis Freitagmittag vier Betriebe gemeldet, in den restlichen Bundesländern gab es vorläufig noch keine Anzeigen.
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Es drohen bis zu 10.000 Euro Strafe
Gaststätten, die sich nicht an die Bestimmungen halten, müssen bei Bezirksämtern und Magistraten zum Beispiel von Gästen gemeldet werden. Erst im Anschluss wird nach einer Überprüfung durch die Behörden falls notwendig eine Verwaltungsstrafe verhängt. Bis zu 10.000 Euro müssen im Extremfall bezahlt werden.
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Behörden sind mit den Kontrollen im Rückstand. |
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Behörden gehen von mehr Beschwerden aus
Man rechne damit, dass es bereits mehr Beschwerden gebe, die bei anderen Stellen deponiert wurden und erst weitergeleitet werden müssen, so die für das Rauchverbot zuständige Bau- und Anlagenbehörde im Magistrat Graz.
Hinsichtlich der Kontrolle räumte die Behörde ein, dass man nach einer Meldung mit der Kontrolle mehrere Tage "hinten nach sei". Daher werde die Beweisführung nicht leicht werden.
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Zwei Drittel der steirischen Lokale sind größer als 80 Quadratmeter und müssen Nichtraucherräume schaffen. |
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Wirtschaftskammer mit Start zufrieden
Die Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes sei für die heimische Gastronomie gut angelaufen, zeigte sich die Wirtschaftskammer Steiermark am Freitag trotz der ersten Beschwerden zufrieden. Zwei Drittel der 8.500 steirischen Lokale sind größer als 80 Quadratmeter und haben einen entsprechend großen Nichtraucherbereich geschaffen.
"Ein Viertel dieser Lokale ist komplett rauchfrei geworden", bilanziert Karl Wratschko, Obmann der Fachgruppe in der Wirtschaftskammer Steiermark.
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Österreichischer Weg als Beispiel für Europa?
Laut Wratschko sei dem Nichtraucherschutz genüge getan worden. Mit der Lösung, Nichtrauchern eigene Räume anzubieten, sei man einen guten Weg gegangen, der beispielgebend für Europa sein könnte, glaubt Wratschko.
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Besitzer großer Lokale sehen einen großen Nachteil. |
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Gastronomie kritisiert Gesetz scharf
Gerade diesen österreichischen Weg kritisieren einige Gastwirte, wie ein Rundruf unter den Lokalbesitzern in Graz am Freitag zeigte. Besitzer großer Lokale fühlen sich zum Teil benachteiligt gegenüber Inhabern kleiner Betriebe, die frei wählen können, ob sie ein Raucher- oder Nichtraucherlokal sein wollen.
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Vier von fünf Gästen sind Raucher
So befürchtet der Chef des Cafe "Fink" am Freiheitsplatz in Graz Umsatzeinbußen, denn vier von fünf Gästen hier sind Raucher. Das Lokal ist 189 Quadratmeter groß - hinter dem zentralen Gastraum gibt es einen kleineren Nichtraucherbereich - nun darf im großen Gastraum nicht mehr geraucht werden.
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Wer geht zum Rauchen ins Freie?
Das "Fink" zeigt sich mit der Lösung nicht glücklich – Gemütlichkeit und Geselligkeit würden mit dem Rauchen zusammenhängen. Vor allem am Abend werden die Gäste einer größeren Runde kaum alle fünf Minuten zum Rauchen ins Freie gehen, wird kritisiert.
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In den meisten Einraumlokalen darf weiter geraucht werden. |
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1.500 Lokale werden umbauen
Bis zu 1.500 Lokale werden bis spätestens 1. Juli 2010 einen Umbau vornehmen, schätzt die Wirtschaftskammer. Besitzer von Einraumlokalen zwischen 50 und 80 Quadratmeter können aber einen Antrag stellen, wenn die räumliche Trennung aus baulichen Gründen nicht möglich ist. Im Großteil dieser Lokale ist das Rauchen 2009 weiterhin erlaubt.
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steiermark.ORF.at
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