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SA | 21.11.2009
Mobbing am Arbeitsplatz (Bild: Stefan Hiller/aboutpixel.de)
"IMPULSE"
Mobbing: "Nicht isolieren lassen"
Mobbing-Opfer dürfen sich nicht isolieren lassen, so der Mobbing-Experte Gerhard Winkler in der montäglichen Diskussion "Impulse" auf Radio Steiermark. Führungskraft Markus Thomaschitz nahm seine Kollegen in die Pflicht.
"Symptome nur schwer zu erkennen"
Mobbingopfer können schwer nein sagen, nehmen ein hohes Maß an Verantwortung auf sich, können sich nicht abgrenzen - dies sind Vorzeichen, die auf ein Burnout-Syndrom schließen lassen. Für Führungskräfte seien die ersten Symptome aber nur schwer zu erkennen, weil die Betroffenen sie bewusst verdrängten, meint Magna-Manager Markus Thomaschitz.
Markus Thomaschitz (Bild: ORF) Thomaschitz fordert klare Zielvorgaben
Thomaschitz fordert indes von Führungskräften, dass sie ihren Mitarbeitern Schutz geben. Gleichzeitig müssten Führungskräfte klar sagen, welche Ziele zu erreichen seien. Sie seien in einer "Sandwichfunktion" und erhielten Druck vom Eigentümer und von den Mitarbeitern, so Tomaschitz.
"Mobbing, um Mitarbeiter loszuwerden"
"Mitunter wird Mobbing von Führungskräften dazu benützt, um Mitarbeiter los zu werden", so der Manager. Oft hätten Führungskräfte zwar eine hohe Fachkompetenz, aber nur wenig Führungskompetenz.
Lieselotte Mäni-Kogler (Bild: ORF) Mäni-Kogler: "Teufelskreis"
Die Psychologin und Psychotherapeutin Lieselotte Mäni-Kogler beschreibt des Burnout genauer: Es sei ein Zustand, in dem Menschen emotional stark erschöpft seien und rasch ermüdeten.

"Betroffene ziehen sich immer mehr zurück, die persönliche Leistungsfähigkeit nimmt rasch ab. Daraus entwickelt sich dann ein Teufelskreis", erklärt Mäni-Kogler.
Gerhard Winkler (Bild: ORF) Mobbing - die Suche nach Sündenböcken
"Bei mangelhafter Arbeitsorganisation in einem Unternehmen wird durch Mobbing oft ein Sündenbock gefunden. Mobbing ist eine konfliktbeladene Kommunikation am Arbeitsplatz", meint der Der ÖGB-Mobbingexperte Gerhard Winkler.

"Opfer müssen Kommunikationsstil prüfen"
Die gemobbte Person sei unterlegen und werde systematisch über einen längeren Zeitraum hinweg angegriffen und attackiert - mit dem Ziel, die Person zu isolieren.

"Die meisten Gemobbten bleiben - oft mit Beratung - an ihrem Arbeitsplatz", so Winkler. "Gemobbte müssen ihren Kommunikationsstil überprüfen, sich um soziale Kontakte bemühen, Allianzen eingehen und dürften sich nicht isolieren lassen", lautet der Ratschlag des Experten.
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