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20.03.2009 |
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Koralmtunnel-Spatenstich auf steirischer Seite
Mit dem Spatenstich ist am Freitag der Startschuss für den Bau des Koralmtunnels auf steirischer Seite gefallen. Zahlreiche Bundes- und Landespolitiker sowie ÖBB-Spitzen nahmen am Festakt teil. Wenig Begeisterung gab es bei den Anrainern.
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33 Kilometer langer Tunnel. |
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Startschuss für Tunnelbau
In Frauental im Bezirk Deutschlandsberg, wo sich künftig das Ostportal des Tunnels befinden wird, nahmen am Freitag die Bagger die ersten Arbeiten für den Bau des 33 Kilometer langen Koralmtunnels auf steirischer Seite auf.
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Die Vorarbeiten für das Baulos 1 begannen bereits vergangenen Dezember mit der Errichtung einer Baustraße.
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Die Trasse der Graz-Köflacher Bahn wird umgelegt. |
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Straßenüberführungen und Lärmschutzdämme
Mit Freitag starten nun umfangreiche Erdbewegungen. In dem Abschnitt vom Gemeindegebiet Groß St. Florian und Unterbergla bis zum Beginn des Ostportals in Frauental werden vier Straßenüberführungen, Lärmschutzdämme und Entwässerungsleitungen errichtet. Nach Fertigstellung der Überführungen wird das Verkehrsnetz - die Trasse der Graz-Köflacher Bahn - umgelegt und an den Verlauf der Koralmbahn (KAB) angepasst.
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Graz - Klagenfurt in einer Stunde
Der Tunnel ist das Herzstück der insgesamt 130 Kilometer langen, zweigleisigen Bahnstrecke zwischen Graz und Klagenfurt. Die Koralmbahn soll die Fahrzeit von derzeit drei Stunden auf eine Stunde verkürzen.
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"Wir werden die Wirtschaft damit ankurbeln und Arbeitsplätze absichern", so Bures. |
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Bures: "Ein neues Zeitalter für die Südbahn"
Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) sprach am Freitag von einem historischen Tag - nicht nur für die Steiermark und Kärnten, sondern für ganz Österreich: "Weil ein neues Zeitalter auf der Südbahn damit auch wirklich eingeläutet wird. Wir werden die Wirtschaft damit ankurbeln, wir werden Arbeitsplätze absichern, und wir werden in ein neues Verkehrsmittel investieren, das schneller ist als das Auto und vor allem umweltfreundlicher."
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Arbeit für 1.000 Menschen
Der Abschnitt Koralmtunnel 1 ist 5,5 Kilometer lang. Bis Jahresende wird auf der 3,2 Kilometer langen Strecke gebaut, danach beginnen die Arbeiten im 2,3 Kilometer langen Tunnelinneren. Rund 100 Millionen Euro kostet dieser Bauabschnitt und bringt Arbeit für 1.000 Menschen.
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45.000 Arbeitsplätze während des gesamten Projekts. |
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Fünf Milliarden Euro für Koralmbahn
Insgesamt werden an die fünf Milliarden Euro in die Koralmbahn investiert. Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat errechnet, dass am Bau der Koralmbahn über die gesamte Projektdauer bis zu 45.000 Arbeitsplätze hängen.
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Zuerst muss die Freilandstrecke gebaut werden. |
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Tunnelanschlag voraussichtlich Ende 2009
Die ersten 300 Meter des Tunnelbereichs würden in offener Tunnelbauweise gebaut, sagte der Vorstandssprecher der ÖBB-Infrastruktur Bau AG, Andreas Matthä. 400.000 Kubikmeter Material würden ausgebrochen, 65.000 Kubikmeter Beton und 3.300 Tonnen Baustahl alleine in diesem Baulos verarbeitet.
Auf der Freistrecke werden 830.000 Kubikmeter Erde bewegt, um Platz für 3.500 Tonnen Brückenstahl und 105.000 Kubikmeter Beton für Brücken, Stützpfähle und Kleinbauwerke zu schaffen. Der eigentliche Tunnelanschlag nach der Fertigstellung des offenen Tunnelbereichs erfolgt voraussichtlich Ende 2009.
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Voves dankt Klasnic und Haider. |
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Voves fordert Semmering-Basistunnel neu
Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) dankte am Freitag auch der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (ÖVP) und dem verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) für die langjährige Vorarbeit.
Voves forderte auch die Errichtung des Semmering-Basistunnels neu: "Denn wer A sagt, muss auch B sagen."
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"Die Koralmbahn ist das längste neue Bauprojekt der ÖBB." |
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Steirer sprechen von "Jahrhundertprojekt"
Voves sprach von einem Jahrhundertprojekt - ähnlich wie auch die steirische Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP): "Mit einer Kärntner Mutter - sozusagen ein bisschen Kärntner Blut - ist man als Steirerin einfach glücklich, dass man auch die Möglichkeit hat, bei etwas dabei zu sein, das wirklich jahrhundertelang Bestand haben wird."
ÖBB-Holding-Vorstandssprecher Peter Klugar meinte, er sei "sonst nicht für Superlative, aber die Koralmbahn ist das längste neue Bauprojekt der ÖBB derzeit".
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Koralmbahn soll 2018 fertig sein
2018 soll die Koralmbahn in Betrieb gehen. Mit 200 km/h bringt die Bahn die Fahrgäste dann in einer Stunde von Graz nach Klagenfurt. Entlang der gesamten Strecke wird es nach Fertigstellung insgesamt zehn Bahnhöfe bzw. Haltestellen geben.
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Anrainer: "Wir haben nur den Lärm"
Während ÖBB und Politik in einem Festzelt den Spatenstich für den Tunnel feierten, hielt sich die Freude bei den Menschen, die nur wenige Meter davon entfernt leben, in Grenzen: "Wir haben ja nichts davon, nur den Lärm", hieß es.
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steiermark.ORF.at
Die Koralmbahn gilt als das ehrgeizigste und mit rund fünf Mrd. Euro teuerste Schienenbauprojekt im Süden Österreichs, das bis heute nicht ganz unumstritten ist.
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