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BILDUNG |
21.04.2009 |
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Schulexperte sieht Schüler als Verlierer
Obwohl sich die Lehrergewerkschaft im Schulstreit durchgesetzt hat, hält sich die Freude über das Verhandlungsergebnis bei der Gewerkschaft in Grenzen. Schulexperte Bernd Schilcher sieht die Schüler als Verlierer.
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Schilcher bezeichnet den Kompromiss als "Niederlage der Regierung". |
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"Gewerkschaft in Neinsager-Politik bestärkt"
Der steirische Bildungsexperte und ehemalige Leiter der Reformkommission ging mit der Einigung zwischen den Lehrervertretern und Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hart ins Gericht. Er bezeichnete den Kompromiss als "Niederlage der Regierung" und sieht die Gewerkschaft in ihrer "Neinsager-Politik" bestärkt.
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"Kinder und Bildungsstandort sind Verlierer"
"Die Sieger sind die Gewerkschaften, die Verlierer sind die Kinder und der Bildungsstandort Österreich", so Schilcher.
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Reformen wären dringend nötig, so Schilcher. |
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Schilcher sieht für andere Reformen schwarz
Er glaubt, dass Verhandlungen über weitere Reformen im Bildungssystem jetzt noch viel schwieriger werden, obwohl sie dringend notwendig wären, denn teilweise seien die Strukturen schon 200 Jahre alt.
"Bei der Gesundheitsreform, es werden die Richter kommen, die Staatsanwälte, die Polizisten. Und es wird schwer sein zu sagen: die Lehrer brauchen nicht, aber ihr müsst wohl. Ich sehe das ganze von der Schulsicht und der künftigen Gesamtreformpolitik sehr, sehr trist."
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"Jetzt kann die Schulreform in Angriff genommen werden", so Erlitz. |
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Landesschulratspräsident ist optimistisch
Der steirische Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz übt sich - anders als Schulexperte Bernd Schilcher - in Optimismus. Er wertet die Einigung zwischen der Bildungsministerin und den Lehrern als Startschuss für künftige Reformen:
"Jetzt eigentlich haben wir damit Zeit gewonnen, Nägel mit Köpfen zu machen. Und jetzt kann diese Schulreform in Angriff zu nehmen und da gibt es einen ganz, ganz großen Handlungsbedarf."
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Die Lehrer jammern über den Wegfall der schulautonomen Tage und der Überstundenzuschläge. |
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Lehrer haben "keine große Freude"
Die Lehrergewerkschaft ist zwar mehr als froh, dass die zwei Stunden mehr Unterricht vom Tisch sind. Dass die schulautonomen Tage und Überstundenzuschläge gestrichen werden, löste beim steirischen Lehrergewerkschafter Hans Adam aber keinen Jubel aus.
"Hier ist es nur um ein Sparmodell gegangen, nicht um Bildungsinnovationen und Reformen", so Adam.
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Vor allem das Altersteilzeitmodell sei ein Erfolg, so Pilko. |
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Lehrerpersonalvertretung zufrieden
Zufriedener zeigte sich die Personalvertretung der Lehrer in der Steiermark. Das oberste Ziel, keine Arbeitsplätze zu vernichten, sei erreicht, so Josef Pilko. Für ihn ist vor allem das Modell der Altersteilzeit ein Erfolg.
Ältere Lehrer sollen die Arbeitszeiten freiwillig reduzieren und leichter in die Pension gleiten können. "Ich gehe davon aus, dass es viele Freiwillige gibt, weil wir in den letzten Jahren sehr viele Anfragen dazu hatten und immer wieder ermutigt wurden, dieses Modell zu betreiben", sagte Pilko.
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Fortbildungen an freien Tagen
Was den Wegfall der schulautonomen Tage betrifft, sagte der Personalvertreter, dass Lehrer an diesen Tagen oft Fortbildungsveranstaltungen besucht hätten. Fortbildung müsste jetzt an anderen freien Tagen erfolgen, so Pilko.
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Der Wegfall der schulautomomen Tage spare kein Geld, so Schotter. |
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Schüler: Fünf Tage mehr bringen nichts
Die Schülervertreter haben offenbar wenig Freude damit, dass die schulautonomen Tage gestrichen werden. Der Obmann der steirischen Schülerunion, Felix Schotter, zog deshalb ordentlich vom Leder.
Man habe stark geschluckt, als man davon gehört habe, so Schotter: "Diese Maßnahme bringt nichts und spart auch kein Geld. Sie kommt den Schülern nicht zugute, fünf Tage über das ganze Schuljahr verteilt verbessern die Qualität des Unterrichts nicht."
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"Lehrer sollen Gratisnachhilfe geben"
Der Obmann der steirischen Schülerunion schlug statt des Wegfalls der schulautonomen Tage vor, dass die Lehrer in den Ferien eine Woche gratis Nachhilfeunterricht anbieten.
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news.ORF.at
Nach der Einigung im Lehrerstreit haben sich Regierungsspitze, Gewerkschaft und Unterrichtsministerin Schmied (SPÖ) zufrieden gezeigt. Das Unterrichtsministerium bekommt Millionen durch Mietstundung, wodurch die Mehrarbeit bei Lehrern endgültig vom Tisch ist. Verlierer bei dem Paket sind die Schüler. Denn das Kompromissangebot beinhaltet auch die Streichung der schulautonomen Tage. Dadurch müssen die Schüler künftig mehr "arbeiten". Elternvertreter bewerten das Ergebnis mit einem "glatten Nicht genügend".
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steiermark.ORF.at
Offiziell war es zwar nicht auf der Tagesordnung, doch auch im Landtag wurde am Dienstag heftig über das Thema Bildungsreform und Lehrerstreit diskutiert. Wirklich zufrieden mit der Einigung vom Montag ist offenbar kaum jemand.
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In Graz beteiligten sich am Montag 1.500 Schüler aus der ganzen Steiermark an den österreichweiten Protesten.
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